Paleo Teil 2 – Und wie jetzt weiter?

Was ist jetzt eigentlich aus meinem Paleo-Experiment geworden?
Ich habe es verändert.
Aber der Reihe nach: Stehen geblieben waren wir bei Woche zwei. Und die ersten zwei Wochen habe ich tatsächlich ziemlich knallhart durchgezogen (abgesehen von einem Ausrutscher in Eisform, aber das war quasi ein Notfall. Nein, wirklich, das musste einfach sein…). In diesen zwei Wochen habe ich mich ziemlich viel mit dem Thema Ernährung beschäftigt. Viel gekocht. Viel in Blogs gelesen und ein bisschen zum Thema Stoffwechsel recherchiert. Und aus dieser Informationslage plus den Erfahrungen am eigenen Leib habe ich beschlossen, die nächsten Wochen etwas lockerer anzugehen. Nein, das lag nicht an Sommer- Sonne-, Sonnenscheinausnahmen. Eigentlich kam das so:
Nach zwei Wochen (eigentlich schon etwas früher) habe ich festgestellt, dass ich ziemlich schnell für meine Verhältnisse ziemlich viel abgenommen habe. Da das gar nicht das Primärziel war, hat es mich erst verblüfft. Dann hatte ich etwas Sorge, dass ich – wenn das so weitergeht – als Strich in der Landschaft ende. Oder mein Blutdruck Limbo tanzt. Deswegen habe ich bewusst wieder mehr Kohlenhydrate in den Speisezettel gebaut. Es gibt Reis, hin und wieder Couscous und ich falle auch nicht um, wenn Kartoffeln zu sehen sind. Den abwechslungsreichen Speiseplan weite ich einfach auf ein paar bei Paleo-Anhängern verpönte Zutaten aus. Frei nach dem Motto „Die Dosis macht das Gift“. Bei viel Gemüse und Obst bin ich geblieben. Mehr Fleisch und Fisch als vorher tun mir ebenfalls gut (allerdings in deutlich kleineren Mengen und weniger oft, als nach dem Paleo-Lehrbuch). Was mir in vier Wochen (so lange beschäftige ich mich tatsächlich schon mit diesem Ansatz) aber tatsächlich noch nicht wieder auf den Teller gekommen ist, sind Nudeln. Auch wenn die Verlockung groß ist (weil sie einfach so schnell zuzubereiten sind), merke ich hier tatsächlich deutlich, wie mein Insulinspiegel Achterbahn fährt. Was ebenfalls soweit wie möglich dableiben wird, ist das Paleo-Abendessen. Viel besser, als mit einem Stein im Magen ins Bett zu fallen. Mittags sind auf Dauer die Option Bäcker bzw. alles mit Brot, Nudeln & Co rausgeflogen. In puncto Mittagstief macht das einen echten Unterschied.
Dafür ist der Kuchen wieder in meinem Leben aufgetaucht. Nicht die Pseudo-Paleo-Version (die in meinen Augen ziemlicher Selbstbetrug ist – kann mir keiner erzählen, dass Kuchen gesünder wird, wenn man statt Mehl auf große Mengen gemahlener Nüsse umsteigt), sondern richtiger. Natürlich nicht täglich. Aber so am Wochenende? Was sich negativ aufs „Gesundheitskonto“ auswirkt, wird dafür durch Lebensfreude und Genuss wieder ausgeglichen (das ist jedenfalls meine Theorie :-) ).
Insgesamt hat das Paleo-Experiment tatsächlich einige positive Spuren auf meinem Speiseplan hinterlassen. Ich bin ein paar überflüssige Sofapfunde losgeworden und bei meinem langjährigen, persönlichen Ideal-Wohlfühlgewicht gelandet. Es wird auch unter der Woche abends wieder mehr gekocht und der Gemüsekonsum hat sich deutlich erhöht. Das Mittagstief meldet sich in Reinform eigentlich nur noch nach extrem kurzen Nächten (und da kann ja die Ernährung nichts für). Meine größte Leistung: Der Konsum von Süßkram und Backwaren hat sich ganz wesentlich verringert. Ohne dass ich das Gefühl habe, ganz furchtbar zu leiden. Alles in allem nicht schlecht, oder?

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