Kleiner Spaziergang durch Málaga

Lust auf einen kleinen Spaziergang? Durch die andalusische Stadt Málaga? Dann bitte hier entlang.

Vor einer reichlichen Woche verschlug es uns gefühlt spontan dorthin. Anfang des Jahres hatten wir, einer Einladung folgend, Flug und Unterkunft für ein verlängertes Wochenende eingetütet und die Sache in der mentalen Schublade „Ist ja noch lange hin“ geparkt. Anfang besagter letzten Woche fiel uns dann auf, dass „lange hin“ direkt vor der Tür stand. Und wie das immer so ist, passte es zeitlich eigentlich gar nicht. Keine Zeit zu packen, eigentlich total im Stress, dazu noch Bahnstreik und überhaupt. War aber ja alles schon geplant, also haben wir uns quasi Hals über Kopf auf den Weg gemacht. Und – wie das auch oft ist – unerwartet ein richtig schönes Wochenende in Málaga gehabt.
Und weil gerade so schönes Wetter ist ich die Verwandtschaft nicht mit Diavorträgen quälen will und die Stadt wirklich toll ist, nehme ich euch einfach mit auf einen kleinen Spaziergang.

Wenn man ankommt, wird einem erst mal der rote Teppich ausgerollt:
roter Teppich_klein
Ich war sofort schwer beeindruckt. Das legte sich wieder, als ich bemerkt habe, dass zeitgleich ein Kinofestival stattfand und der rote Teppich den Weg zur Filmvorführung wies. Der liegt nicht immer dort. Schade. Aber ein bisschen glamourös hat man sich doch gefühlt.

Collage Malaga2_klein
Die Stadt bietet alles, was man sich so unter einer mediterranen, spanischen Stadt vorstellt: prachtvolle Einkaufsstraßen, mit Palmen, kleine Lädchen, verwinkelte Altstadtgässchen mit Cafés und Tapas-Bars. Und das Eis, also das, woran sowieso alle zuerst gedacht haben, das sollte man wirklich mal probieren. Lecker!

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Ein echtes Highlight im doppelten Sinne war das Hotel. Das haben wir nämlich trotz Navi zunächst nicht finden können. Heißt halt nicht umsonst Landhotel … hinter den sieben Bergen. Aber wenn man dann dort ist, wird man für die beschwerliche Anreise entschädigt (ich empfehle einen robusten Mietwagen und Spanischkenntnisse, um sich bei der Dorfbevölkerung durchzufragen – oder eine vorherige Routenplanung über GoogleMaps. Wer all das vernachlässigt wie wir, braucht … länger). Das Hotel ist jedenfalls toll für Feierlichkeiten (die auch unser Reiseanlass waren) oder wenn man an einem ruhigen und romantischen Ort ausspannen will. Und die Gartenanlagen sind wunderschön (natürlich habe ich die nicht fotografiert, ich war noch so desorientiert von der Anreise).

Für Freunde der Kunst und Kulturinteressierte hat Málaga selbst übrigens auch viel zu bieten. Picasso wurde hier geboren, es gibt ein spannendes Museum, das die Bandbreite seiner Werke zeigt. Durch die maurischen Einflüsse, kann man auch baugeschichtlich viel Spannendes entdecken (auch wenn das vermutlich nicht jeden vor Begeisterung in Ohnmacht fallen lässt). Dafür gibt es ein paar richtig schöne Gärten, in denen Ende April die Mandarinenbäumchen voller Früchte hingen und Orangenblüten ihren betörenden Duft verströmten.
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Wer in Málaga seine Kondition testen will, sollte unbedingt die Festung Alcazaba erklimmen. Das ist kein Spaziergang. Mir ist ein Rätsel, wie man das in den Sommermonaten schaffen soll, ohne unterwegs Isogetränke gereicht zu bekommen. Allerdings habe ich oben mit hänger Zunge festgestellt, dass auf der anderen Seite des Berges ein Bus zu fahren scheint. Das hat mir den Triumph der Gipfelerstürmung dann doch ein bisschen verleidet …
Der Aufsteig war jedenfalls heftig, aber der Ausblick!
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Man kann direkt in die Stierkampf-Arena blicken (wäre vielleicht mit Fernglas eine Möglichkeit, das Ticket zu sparen …) und hat auch sonst einen grandiosen Rundumblick. Wenn es nicht diesig ist, ist es vermutlich noch schöner. Und dann kann man sicher auch das Hotel in den Bergen sehen …

Wer also überlegt, wohin sich ein Kurztrip lohnen würde, dem kann ich Málaga tatsächlich sehr empfehlen. Aber fahrt im Frühjahr, dann blüht alles und die Temperaturen sind angenehm. Und erwähnte ich schon, dass die Stadt einen eigenen Strand hat?

Nach meinem kleinen Spaziergang stürze ich mich jetzt erst mal wieder in den Alltag. Vielleicht träume ich aber auch noch ein bisschen vom Süden.

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