Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte

Nein, es war definitiv keine Liebe auf den ersten Blick. Aber nach reichlich vier Jahren kann ich tatsächlich sagen, dass es was Ernstes ist. Das Ruhrgebiet und ich. Dass das mit uns mal was wird, war wirklich nicht abzusehen.

Ganz im Gegenteil. Eigentlich stand es auf meiner Liste der Regionen, in die ich überhaupt nicht wollte. In meinem Kopf war Ruhrgebiet damit verdrahtet:aviary_1432663458974

Oder vielleicht auch damit.
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Auch die ersten Besuche überzeugten mich noch nicht richtig. Die erste Fahrt auf der A40 war nicht eben die beste Werbung für die Region. Und überhaupt: Will man an einem Ort wohnen, an dem alle 500 m eine Autobahnauffahrt zu finden ist?

Aber dann lernten wir uns besser kennen. Ich besuchte das (natürlich):
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… und erwärmte mich nach und nach immer mehr für Industriekultur. Und entdeckte, dass sie nur eine Facette von vielen ist. Zuerst waren es jedoch die Menschen, die mich mit dieser Region verbanden. Ihre offene und schnörkellose Art, die Hilfsbereitschaft, der trockene Humor.

Das Ruhrgebiet gibt einem schnell das Gefühl, heimisch zu sein. Eine von hier zu werden. Das Gegenteil von „neigschmeckt“ (ich habe auch ein längeres schwäbisches Intermezzo in meinem Lebenslauf). Und überhaupt Worte. Aus fast jeder Region, in der ich bisher gelebt habe, haben es ein paar markante Dialektbegriffe in meinen Wortschatz geschafft. Und ohne „moppern“ wäre alles nur halb so schön.

Und dann die Vielseitigkeit, mit der es einen immer wieder überrascht. Klar, Industriekultur ist naheliegend. Aber nur ein Bruchteil der Möglichkeiten. Es gibt so viel Grünes, Schönes, Altes und Unerwartetes zu entdecken. Nicht zuletzt entlang des Flusses, dem es seinen Namen verdankt.

Schnuckelige Fachwerkstädtchen,
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idyllische Ausblicke,
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und ein bisschen Instant-Urlaubsgefühl …
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Ab Herbst werden wir zwar wieder eine Fernbeziehung führen, aber uns trennen nur wenige Kilometer. Ich lasse mich quasi vor den Toren des Ruhrgebiets nieder. Und so wie es aussieht, bleibe ich da.

Tja, wer hätte gedacht, dass das mit uns mal was wird.

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2 Gedanken zu “Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte

  1. Das zweite Industrie-Foto ist SO toll! Ich kenne das auch, dass man sich an einem neuen Ort erst mal (mehr oder weniger lange) akklimatisieren muss … Letztlich hängt es eben davon ab, wie schnell/stark man sich darauf einlassen will. Und ob eben die Vibes passen. Ich hoffe, in Deinem neuen Wohnort gefällt es Dir dann wieder genau so gut – Chance für was Neues! :)

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