Zwei großartige Autoren, die du garantiert noch nicht kennst

Im wirklichen Leben mach ich ja was mit Büchern. Wer jetzt vermutet, ich säße den ganzen Tag mit dem Rotstift in der Hand in einem stillen Kämmerlein, der irrt. Nicht nur, dass es nicht immer still ist, nein, neben der Textarbeit gibt es noch eine Menge anderer Dinge, mit denen ich mich beschäftige. Zum Beispiel – Überraschung – mit Autoren. Es macht immer viel Spaß, gemeinsam ein Buchprojekt aus der Taufe zu heben. Im Laufe dieses Projektes lernt man sich natürlich ein bisschen kennen und ich kann sagen, dass die meisten Autoren tolle Menschen sind. Zwei ganz besonders tolle muss ich euch jetzt unbedingt mal vorstellen. Da außerdem gerade Buchmesse ist, passt das sowieso gut.

Für mich war es ein echtes Vergnügen, mit diesen beiden Frauen zusammenzuarbeiten. Sie sind total unterschiedlich, ihre Themen liegen ziemlich weit auseinander, aber zwei Dinge haben sie gemeinsam: Sie haben einen tollen Erzählstil und sie trauen sich, offen und ehrlich zu schreiben. Sie lassen die Leser in ihre Gedanken- und Gefühlswelt schauen und schreiben über die Fragen, Zweifel, Sorgen, die uns alle irgendwie umtreiben. Das imponiert mir ungemein.

Doch genug der Vorrede.
Veronika Smoor hat ihr Buch dem Thema Gastfreundschaft gewidmet. Sie schreibt über gutes Essen, Begegnungen, geteiltes Leben und die wunderbaren Momente, die am Tisch entstehen können. Das tut sie auf eine Weise, die einen quasi dazu animiert, jetzt sofort auch irgendwas zu kochen und Freunde einzuladen. Wer Veronika ein bisschen kennenlernen möchte (und man kann eigentlich nicht anders, als sie zu mögen), der kann sich in ihrem Blog festlesen. Sie schreibt nicht nur toll, sie macht auch wunderschöne Fotos. Und habe ich schon erwähnt, dass sie klasse kocht? Das ist nämlich auch ein zusätzliches Bonbon: Jedes Kapitel ihres Buches schließt mit einem handverlesenen Lieblingsrezept. Von ihr habe ich auch den Tipp für den weltbesten Kürbiskuchen, mittlerweile mehrmals ausführlich getestet und immer wieder gern gebacken (und auch im Buch).
Und wie heißt ihr Buch jetzt endlich? Das will ich natürlich nicht unterschlagen: Willkommen an meinem Tisch.
Cover Willkommen an meinem Tisch
Der Name ist Programm (es gibt übrigens wunderschön gestaltete Innenseiten, müsst ihr mal einen Blick reinwerfen).

Die andere großartige Frau heißt Johanna Klöpper. Mit ihr kann man herrlich obskure E-Mails tauschen, sie hat keine Angst vor schweren Themen und ist insgesamt einfach cool. Und singen kann sie auch noch.
Ihre Texte haben mich zum Lachen und zum Weinen gebracht, manchmal beides gleichzeitig. (Irgendwie kommt man sich nur so mittel professionell vor, wenn man beim Lektorieren die Taschentuchpackung am Rechner liegen hat.) Sie schreibt übers Sterben. Nicht, weil sie darin selbst so viel Erfahrung hätte, sondern, weil es das Thema ist, das ihr am meisten Angst macht (damit ist sie sicher nicht allein). Im Gegensatz zu uns Verdrängungskünstlern geht sie der Sache aber auf den Grund. Manchmal bis an die Schmerzgrenze. Und trotzdem ist es ein Buch, das einem am Schluss mit einem dicken Grinsen und ganz viel Lebensfreude entlässt: Leben ist das neue Sterben. Unbedingt lesen!
Cover Leben ist das neue Sterben

Johanna ist übrigens am Sonntag auch live auf der Buchmesse zu erleben (12:30 Uhr im Lesezelt). Und auch sie bloggt. Zum Beispiel diesen tollen Beitrag.

So. Das war jetzt ziemlich viel Text, aber das musste unbedingt mal gesagt werden :-) Und vielleicht konnte ich euch ja ein bisschen neugierig machen. Die beiden sind einfach toll. Und Bücher kann man ja nie genug haben.

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