Danach-Tage

Es ist ein trüber, windiger Januartag. Der Regen peitscht ans Fenster, es ist absolut nichts los – und das ist wunderbar. Heute ist ein „Danach“-Tag. Ein Tag nach einem Ereignis, für das man im Vorfeld viel geplant und vorbereitet hat. Ich finde, diese Tage haben ihren ganz eigenen Rhythmus und Charme. Regen unterstützt den sogar noch.

Regen am Fenster_klein

Wir haben gestern unsere Einweihungsparty nachgeholt und nebenbei getestet, welche Gäste-Kapazität das Haus so hat. Eine fundierte Aussage zu dieser Frage kann ich allerdings immer noch nicht treffen, denn es hat sich erneut eine jahrhundertealte Partyweisheit bestätigt: Am Ende stehen sowieso alle in der Küche. Oder vor der Küche. Denn unsere ist klein, aber offen.

Häppchen Collage_klein
Für die Tage vor der Party habe ich meinen eigenen Masterplan, der diesmal besonders nötig war. Ich habe nämlich erst spät festgestellt, dass die Termine in dieser Woche zur Klumpenbildung neigten und mir fast kein Abend fürs Vorbereiten blieb. Außerdem nutze ich Gäste und Feste gern als Anlass für größere (dann auch wirklich nötige *räusper*) Aufräum- und Putzaktionen. Ich brauchte also definitiv einen Masterplan. Und der hat mich gut beschäftigt. Aber er hat funktioniert. Die Feier war schön, das Essen hat gereicht, ich hatte Zeit, mich auch ein bisschen zu amüsieren und bin dann spät in der Nacht und todmüde ins Bett gefallen.

Kräuterbutter_kleinNachdem heute alle Spuren der Party beseitigt waren, saß ich auf einmal in einem aufgeräumten Haus (yeah). Da auch das Mittagessen kein Kopfzerbrechen bereitete (ich sag nur „Reste“), und der Masterplan schon gestern abgearbeitet war, lag plötzlich nichts Dringendes mehr an. Herrlich entspannend. Wenn es dann draußen noch total ungemütlich ist und nichts dagegen spricht, sich einfach zu Hause einzuigeln, hat man die beste „Tag danach“-Stimmung. Man lässt sich einfach so durch die Stunden treiben, schaut aus dem Fenster, lässt die Feier zufrieden Revue passieren, liest ein bisschen, trinkt einen Kaffee und trödelt vor sich hin. Perfekt.
Einziger Wermutstropfen: Von der Kräuterbutter, die gestern als spontan improvisierter Aufstrich entstand (ja, mein Masterplan lässt sowas zu), ist fast nichts übrig geblieben. Der kleine Rest, den ich heute probiert habe, sagte mir, dass ich dringend für Nachschub sorgen sollte. Vielleicht mache ich das gleich noch. Liegt ja sonst nichts Dringendes an.

Zutaten:
250 g zimmerwarme Butter
1 Pk. Italienische Kräuter, TK
1 zerdrückte Knoblauchzehe
2-3 getrocknete Tomaten
1 Prise Salz
etwas Olivenöl

Die Tomaten möglichst klein schneiden und mit den Kräutern, dem Knoblauch und der Prise Salz unter die Butter rühren. Wenn die Masse zu fest wird, etwas Olivenöl dazugeben.

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