Notizblöcke selber machen und meine Schon-erledigt-Liste {DIY}

Ich schreibe mir regelmäßig To-do-Listen. Das gibt mir das gute Gefühl, irgendwie den Überblick zu behalten. Allerdings habe ich die dumme Angewohnheit, mir grundsätzlich mehr aufzuschreiben, als ich tatsächlich schaffen kann. Nicht, dass ich besonders viel Spaß an zusätzlichem Stress hätte, aber ich tappe immer wieder in die gleiche Falle und denke: „Der Tag ist ja noch jung und man könnte doch so viel erledigen …“
Die weisen Leser nicken jetzt wissend und denken „… und am Abend ist sie dann frustriert, weil noch so viel Unerledigtes auf der Liste steht“. Ja, das kann passieren. Deswegen überliste ich mich gelegentlich selbst mit zwei kleinen Tricks:

1. Ich betrachte die To-do-Liste als das, was sie tatsächlich ist: ein Hilfsmittel, um mir den Überblick über anliegende Aufgaben zu verschaffen.

2. Wenn ich angesichts der Menge meiner offenen To-dos das Gefühl bekomme, nichts geschafft zu haben, dann schreibe ich mir eine Hab-ich-schon-erledigt-Liste. „I did it“ statt „To do“. Da kommt dann all das drauf, was ich den ganzen Tag erledigt habe. Kleine Aufgaben und große. Und meistens kommt sehr viel zusammen. Dann bin ich ein bisschen stolz auf mich, auch wenn auf der anderen Liste noch ziemlich viele Punkte stehen. Egal, die dient ja nur dem Überblick …

Das Ganze wird noch etwas netter, wenn man die erledigten Dinge nicht wahllos auf den nächstbesten Zettel schreibt, sondern sich einen passenden Block zulegt. „Gibt’s nicht“ zählt nicht, denn man kann sich so einen Block ganz leicht selber machen.

Zettelblock fertig1b_klein

Anleitung für „Schon erledigt“-Notizblöcke

Überleg dir, welches Format du haben möchtest. Für Listenblöcke bietet sich grundsätzlich ein Langformat an. Meine beiden Blöcke messen 7 x 14 cm und 7 x 10,5 cm. In deinem gewählten Format schneidest du die Seiten zu. Für einen Block mit Klebebindung können es ruhig 50 Blatt oder mehr sein, wählst du die Fadenvariante, würde ich nicht über 25 Blatt gehen.Block vorbereiten_collage
Ich hatte Lust auf Handarbeit und habe die Seiten anschließend mit meinem Wunschtext bestempelt. Du kannst nur die erste Seite als Deckblatt gestalten, oder deine Gestaltung konsequent auf allen Seiten weiterführen. Das entscheidest du am besten nach Lust und Laune (und der Zeit, die du in das Projekt stecken möchtest).

Klebebindung

Sind die Blätter des Blocks fertig, kannst du dich ans Binden machen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Die „Profiversion“ nutzt eine Klebebindung. Hier kommt mein Buchbinder-Allheilmittel zum Einsatz: Planatol-Kleber (gibt es leider nicht an jeder Ecke, aber man bekommt ihn z.B. hier).
Klebebindung_collage
Den Block leicht auf die Tischkante stoßen, sodass die einzelnen Blätter genau mit den Kanten aufeinander liegen. Dann mit Klammern fixieren. Die obere schmale Kante großzügig mit dem Dispersionsklebstoff einstreichen. Darauf achten, dass alle Blätter erfasst werden. Der Klebstoff wird beim Trocknen transparent und bildet einen elastischen Film, der alle Blätter zusammenhält. Man kann nun den Block einfach durchblättern oder einzelne Seiten wie beim normalen Zettelblock abreißen. (Auf diese Weise lässt sich fast jeder beliebige Stapel Papier binden.)
Nun hat vermutlich nicht jeder Buchbinderleim zu Hause, und für ein einziges Projekt lohnt es sich auch nicht, einen ganzen Eimer anzuschaffen. Muss man auch nicht, es geht auch ohne.

Mit Faden heften

Block geheftet collage
Auch hier stößt man den Block wieder auf den Tisch, sorgt so für glatte Kanten und fixiert anschließend alles mit einer Klammer. Markier dir zwei Punkte am oberen Rand (z.B. jeweils 2,5 cm von der Seite entfernt und 0,5 cm von der oberen Kante). Nimm eine Ahle und stich damit an jedem Punkt ein Loch durch den gesamten Block. Wer keine Ahle hat, nimmt einfach einen schmalen Nagel und einen Hammer zu Hilfe (nicht vergessen, etwas unterzulegen).
Fädel eine Kordel in eine Stopfnadel. Die Kordel stichst du erst von vorn nach hinten durch das rechte Loch und dann von hinten nach vorn durch das linke. Dabei auf der Rückseite eine Schlaufe hängen lassen. Auf der Vorderseite hängen nun die beiden Enden der Kordel. Die verknotest du nun jeweils mit einer Seite der Schlaufe.
Den Block kannst du nun durchblättern, oder du reißt dir immer ein Blatt heraus. Dank der Schlaufe kannst du ihn dir gut sichtbar über den Schreibtisch hängen.

Zettelblock fertig2_klein

Natürlich kann man auch eine To-do-Liste auf diese Weise machen und Blöcke mit Einkaufszetteln binden – die Möglichkeiten sind endlos. Die Schon-erledigt-Liste sollte aber auf keinen Fall fehlen. Sie hebt besonders in stressigen Zeiten die Stimmung ganz ungemein :-)

Ich wünsche euch eine schöne Woche mit kurzen To-do-Listen.

Anne

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2 Gedanken zu “Notizblöcke selber machen und meine Schon-erledigt-Liste {DIY}

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