12 von 12 im Mai 2017

Ich muss ja zugeben, dass ich dieses Jahr keinen richtigen 12-von-12-Lauf habe. Bisher hat es nur jeden zweiten Monat geklappt und der Mai ist tatsächlich solch ein zweiter Monat. Ich habe hin und wieder dran gedacht, die Kamera auf meinen Alltag zu halten und kurz zu knipsen. Herzlich willkommen also in meinem normalen Freitag. Wobei Freitage bei mir weniger normal sind als andere Tage, weil ich bürofrei habe und mich meistens anderen Projekten widme.

Zum Beispiel dem Kaffee am Morgen. Ich habe – aus welchen Gründen auch immer – schlecht geschlafen und brauche ganz dringend Koffein. Brühen the old way.
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Anschließend prüfender Blick auf den Balkon-Gemüsegarten. Der Salat explodiert momentan förmlich, die Erdbeeren bilden Erdbeeren und ich bin zufrieden.
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Nach ein paar unfotogenen Orga-Dingen, die dringend erledigt werden müssen, verziehe ich mich in mein Arbeitszimmer und produziere einerseits Leporello-Nachschub und teste andererseits einen neuen Kleber.
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Zwischendurch ist der Elektriker angekommen. Halleluja. Nach nur einem halben Jahr haben wir endlich einen Elektriker gefunden, der die Außenbeleuchtung installiert und ans Stromnetz anschließt.
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Während er was mit Kabeln macht, klebe ich Umschläge und tüftle weiter an einer neuen Idee.
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Der Elektriker ist fertig, die Sonne kommt kurz raus und ich mache einen kleinen Gartenrundgang. Ich habe keine Ahnung, was das ist und wie es blüht – aber es wird erstaunlich groß für ne Blumenzwiebel:
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Die andere Gartenseite hat sich farbtechnisch aufeinander abgestimmt:
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Ich habe einen Termin und stelle mich mit dem Auto erst mal in den Stau. Der Stau ist natürlich nur auf meiner Fahrbahnseite. Dafür kann ich den Fortschritt der neuen Autobahnauffahrt genauestens begutachten. Theoretisch könnte ich Tagebuch darüber führen, so oft stehe ich hier:
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Leider komme ich so kurz vor knapp an, dass ich nur noch schnell am Lieblingsladen vorbeilaufen kann. Zum Reingehen reicht die Zeit nicht. Vielleicht auch besser so.
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Die nächsten zwei Stunden verbringe ich beim Friseur. Ich habe ernsthaft überlegt, ob ich davon auch ein Foto einstelle (ich mit wild abstehenden Haaren), dann aber kurzfristig gekniffen. Trotzdem werde ich zu Hause mit Willkommensgruß empfangen:
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Das Teil parkt gerade im Flur zwischen, bis es an seinem Outdoor-Platz angedübelt wird.
Ich bin hungrig und mache mir ein Sandwich. Ist ja auch schon Abendbrotzeit. Und draußen ist es noch warm genug, um auf dem Balkon zu essen.
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Routiniert werfe ich noch einen Blick auf meine Paprika. Die habe ich nämlich überwintert, kämpfe mit Ausdauer gegen Blattläuse und warte darauf, dass ich sie nach draußen bringen kann. Aber. Sie trägt schon eine Minipaprika. Auch wenn die Pflanze eher kläglich aussieht. Egal, Paprika ist Paprika.

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Mit diesem Gedanken verabschiede ich mich ins Wochenende.

Vielen Dank fürs Vorbeischauen und noch mehr 12von12-Bilder gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen.

Liebe Grüße
Anne

 

 

 

12 von 12 im März 2017

Was für ein großartiger Frühlingstag! Sonne satt, milde Temperaturen – so lasse ich mir den März gefallen. Heute musste ich unbedingt raus und nachschauen, wie weit der Frühling so ist.

Also Wanderschuhe an und ab gings.
Vorbei am städtischen Freibad. Hat noch zu.

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Dann über ein paar Feldwege – hallo Pferd …
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… vorbei an Lichtungen und Wiesen
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… zum Angerbachtal. Das Ruhrgebiet ist eigentlich fast um die Ecke, aber hier taucht man in eine ganz andere Welt ein.
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Hin und wieder ist festes Schuhwerk von Vorteil.
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Aber dafür gibt es Naturpanorama wie im Urlaub.
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Und wenn man genau hinsieht, blüht es auch im Wald schon zaghaft …
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Und grünt und verteilt Pollen …
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Waldluft macht hungrig, deswegen mache ich zu Hause erst mal etwas zu essen und schiebe kleine Gemüse-Galette in den Ofen.
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Vom Frühlingserwachen inspiriert, säe ich schon mal Paprika aus. Die brauchten im letzten Jahr so lange, dass sie diesmal einen kleinen Vorsprung bekommen.
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Kaffeepause gibt es heute – zum ersten Mal in diesem Jahr – auf dem Balkon. Auf einem total staubigen Tisch. Egal, man muss die Sonnentage feiern, wie sie fallen. Auch wenn der fehlende Kuchen schon ein herber Schlag ist.
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Noch ein bisschen drucken. Die Zuschnitte brauchen den zweiten Durchgang und mein Shop dringend Nachschub.
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Und nachher schaue ich, was die anderen Internetmenschen mit diesem Frühlingstag angestellt haben. Wie immer zu finden bei Frau Kännchen.

Danke fürs Vorbeischauen und liebe Grüße

Anne

 

12 von 12 im Februar 2017

Nachdem ich im Januar den Zwölften fast undokumentiert an mir vorbeirasen ließ, habe ich ihn mir im Februar vorsichtshalber im Terminplan angestrichen. Hier sind sie nun: 12 Momente aus meinem ruhigen, freiluftintensiven Februar.

Gestern Morgen war beim Rausgucken die ganze Welt tief verschneit. Jedenfalls so weit ich gucken konnte. Heute fällt das Schneeschieben zum  Glück aus. Nur noch kleine Reste auf Nachbars Rasen. Die können da bleiben:

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Den Kalender aufs richtige Datum stellen:
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Frühstücken. In aller Ruhe und mit einem Rest Blutorangen-Saft.
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Ich brauche dringend Bewegung und frische Luft und ziehe schon mal die Wanderschuhe an.
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Aber dann erst mal schauen, was der Garten macht. Wer genau hinsieht, stellt fest, dass sich die Tulpen mutig ihren Weg ans Tageslicht bahnen:
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Ich laufe vorbei am Pferdegestüt und grüße freundlich zurück.
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Auf den Bäumen passiert noch nicht so wahnsinnig viel Spannendes, also richte ich meine Aufmerksamkeit zwischendurch einfach auf die Wurzeln:
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Im Naturschutzgebiet herrscht Anlein-Pflicht der besonderen Art:
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Davon lasse ich mich aber nicht beeindrucken, sondern gehe einfach immer weiter. Und freue mich dann an diesem idyllischen Anblick:
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Wieder zu Hause ist die Mittagszeit schon lange vorbei. Trotzdem nehme ich mir heute mal Zeit zum Kochen. Ich schnipple Gemüse und verwandle Sellerie in Schnitzel – dabei bin ich noch nicht mal Vegetarier :-).
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Der Blick aus dem Fester zeigt: Jetzt scheint die Sonne. Na toll. Beim Kochen kann ich das frisch aufgestellte Vogelhäuschen im Blick behalten. Die Amsel hat allerdings etwas falsch verstanden und sitzt am liebsten drauf.
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Ich wusele am Nachmittag noch eine Weile durchs Haus und mache mir dann einen kleinen Plan für die kommende Woche. So weiß man wenigstens immer, was man vergessen hat.
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Das war mein geruhsamer Sonntag. Vielen Dank fürs Vorbeischauen.
Noch mehr Bilder vom Zwölften gibt es wie immer bei Frau Kännchen.

Eine schöne Woche!
Anne

 

Leuchttage – ein Monat, ein Buch, ein Blog

Die letzten Oktobertage haben noch einmal eindrucksvoll gezeigt, warum dieser Monat den Zusatz „goldener“ trägt. Er hat fast ein bisschen damit angegeben.
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Tatsächlich konnte man sich bei kleinen und größeren Herbstspaziergängen ein „Oh!“ und „Ah!“ kaum verkneifen. Strahlen und leuchten, das hat der Oktober echt drauf.
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Die bunten Blätter werden uns noch ein kleines Weilchen begleiten, aber nicht mehr lange. Der November schüttelt sie schnell ab und mit ihm sind wir nun auch kalendarisch in der dunklen Jahreszeit angekommen.

Viele mögen ihn nicht mit seinen trüben Tagen, aufsteigendem Nebel, langen Nächten und der Dunkelheit. Ich schon. Der November ist ein Ruhiger. Also stimmungsmäßig. Die Alltage fangen spätestens jetzt an, in einen wahren Schweinsgalopp zu verfallen. Und das ist ziemlich doof. Kaum hat man gezwinkert, ist gefühlt der halbe Monat rum. So viele Tage, die man nur irgendwie im Orga-Modus durchsprintet. Vielleicht bekommt man das ja – wenigstens hin und wieder – auch anders hin?
Ich habe mir vorgenommen, dem November ein bisschen mehr Raum zu geben, ein bisschen Platz für die stillen Momente zu lassen und auch die Melancholie zu genießen.

Und apropos dunkle Jahreszeit: Nur vor einem dunklen Hintergrund fangen Dinge an, so richtig zu leuchten. Deswegen ist die dunkle Jahreszeit quasi prädestiniert für Leuchttage. Manchmal muss man nur ein bisschen genauer hinschauen.
Das beherrscht Sophia übrigens ganz ausgezeichnet. Ihr Blog heißt genau so: Leuchttage – der Name ist Programm. Mit tollen Rezepten und kleinen Bastelideen schafft sie es, jedem noch so banalen Alltag eine besondere Note zu verleihen.

Ihre Leuchttage gibt es nun nicht mehr ausschließlich online, sondern auch zum Anfassen und Durchblättern. Sie hat ein Buch geschrieben, dafür großartige Fotos gemacht, Rezepte und Bastelideen ausgetüftelt, Stimmungen eingefangen und sogar Gedichte geschrieben. Es macht Spaß, in ihrem Buch zu schmökern und sich davon inspirieren zu lassen. Ihr Ziel: mit vielen kleinen Ideen die dunkle Jahreszeit zum Strahlen zu bringen und aus ganz normalen (und sogar aus düsteren) Tagen Leuchttage zu machen.

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Schaut doch mal auf ihrem Blog vorbei oder – noch besser – in ihr Buch (das bekommt ihr natürlich beim Buchhändler eures Vertrauens oder auch hier).

Ich bin jedenfalls gespannt, ob wir im Rückblick mehr trübe Novembertage in Erinnerung behalten oder doch erstaunlich viele Leuchttage entdecken.

Leuchtende Novembergrüße
Anne

12 von 12 im Oktober 2016

So, wir sind wieder am Zwölften angekommen. Es gibt Bilder!

Dieser Tag hat mich heute etwas gebeutelt. Ich habe verschlafen. So richtig. Und ich hasse es, wenn ich morgens hetzen muss. Half aber nichts. Bin quasi mit der Käsestulle in der Hand ins Auto gesprungen, habe festgestellt, dass mein Handy spinnt, war dann egal, ich musste los.

Im Büro musste ich mich, wie immer morgens, erst mal kurz sammeln. Bei einem Kaffee.
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Das Frühstück fiel ja etwas dürftig aus, deswegen kommen jetzt die Vitamine ins Spiel. An apple a day … hat leider nichts genutzt, ich kuriere immer noch an der letzten Erkältung herum.
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Bergeweise Arbeit. Die wird mich heute auch nicht wirklich zu Atem kommen lassen.
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In der Post: lustige kupferfarbene und orange Schnipsel. Diskutieren gerade mit dem Drucker diverse Prägemöglichkeiten.
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Ich brauche Kaffeenachschub. Zum Glück haben die Kollegen gerade eine ganze Kanne gekocht – und sind nie um einen Wortwitz verlegen.
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Ich könnte mich jetzt vollmundig „Urban Jungle Blogger“ nennen. Das wäre aber sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Aber in meinem Büro steht eine Grünpflanze:
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Feierabend! Draußen ist es kalt und es ist Herbst. Man kann es nicht übersehen.
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Das wird unterwegs noch schöner.
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Ich mache einen Abstecher in mein liebstes Shoppingparadies:
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Ich könnte hier Stunden zubringen. Und Unsummen ausgeben.
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Aber ich war brav, habe nur schnell das wirklich Benötigte eingekauft und bin ruckzuck weitergedüst. Jedenfalls bis zur nächsten Tanke, das Auto hatte Durst:
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Zuhause wartet noch eine Bestellung darauf, verpackt zu werden.
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Jetzt schaue ich noch, was bei den anderen Internetmenschen heute so passiert ist, und dann habe ich eine Verabredung mit der TARDIS. Nicht stören!

Liebe Grüße
Anne

P.S. Alle anderen 12von12-Beiträge gibt es wie immer hier.

 

 

Von Abenteuern, Dekoleisten und Stickbildern

Heute gibt es einen Deko-Donnerstags-Quickie ganz nach dem Motto „Gut Ding will Weile haben“.

Ich hab da diese kleine Bilderleiste. Seit ziemlich genau einem Jahr steht sie neben meinem Schreibtisch. Das Andübeln wäre ein Akt weniger Minuten gewesen. Aber dafür hätte man ja erst die Bohrmaschiene aus dem Keller holen müssen, Dübel und Schrauben suchen, alles ausmessen … Also stand sie da. Und stand sie da. Aber jetzt, hah!, am Wochenende mussten sowieso mal wieder Löcher gebohrt werden und kurz bevor das Werkzeug wieder im Keller verschwand, fiel mir diese Bilderleiste wieder ein (irgendwann meint man ja, die müsste so in der Gegend rumstehen).

Es war in der Tat eine Sache weniger Minuten und da hing sie auch schon. Wie gut, dass ich gleich ein passendes Deko-Objekt hatte, das auch schon ziemlich lange rumlag und auf seinen Einsatz wartete:adventure-dekoleiste-komplett

Das „Adventure is waiting“ Stickbild – wohlweislich schon im Frühling in Herbstfarben gestickt *hüstel*. Aber jetzt passte es einfach richtig gut ins zuvor ebenfalls verloren existierende kleine Häuschen. Manchmal hat es tatsächlich sein Gutes, einfach Zeug rumliegen zu haben.

Und was könnte schöner sein, als kleine Herbstabenteuer? Man muss ja nur vor die Türe treten und kann in Farben und fallenden Blättern schwelgen. Jeder Spaziergang birgt ungeahnte Möglichkeiten und viele kleine Entdeckungen. Und deswegen zeigt der Pfeil auch aus dem Fenster.

dekoleiste-stickbild

Insgeheim tüftle ich übrigens gerade an einer Stickvorlage und suche zwei, drei mutige Teststicker. Wer Lust hat, sich selbst mal an dem Motiv zu versuchen, kann mir einfach eine E-Mail schicken (Adresse findet ihr im Impressum). Es ist nicht unbedingt ein Anfängermotiv, aber wer schon mal eine Sticknadel in der Hand hatte, kann es bewältigen.

Die drei schnellsten bekommen die Vorlage mit Tipps zum Sticken und einem Spickzettel der benötigten Stiche zugeschickt. Und ich freu mich im Gegenzug über ein kurzes Feedback und Kritik.

Liebe Grüße
Anne

 

Verlinkt bei RUMS

 

 

 

12 von 12 im September 2016

Es ist der Zwölfte. Ihr wisst, was jetzt kommt …
Habe ich mich letzten Monat noch über dessen Novemberhaftigkeit beschwert, ist der September dabei, das Wetter überzukompensieren als wäre Hochsommer.

Trotzdem merkt man schon morgens, dass dem nicht so ist:
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Es ist noch dunkel. Und das wird auch in nächster Zeit nicht besser *seufz*.

Dafür konnte ich unterwegs einen wunderschönen Morgenhimmel bewundern:
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Im Büro erst mal einen Kaffee. Wie immer.
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Dann wollte ich mich voller Elan ans Tagwerk machen. Mein Rechner hatte allerdings anderes vor und legte mich erst mal lahm:
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Von wegen „einen Moment“. Eine Stunde.

Am Nachmittag wurde es merklich warm.12-september5

Und der Wasserkonsum stieg an:
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Feierabend!
Nicht weit vom Büro lädt dieses Plakat zum Konzert ein. Singing Alive. Das Gegenteil „Singing Dead“ wäre auch ungleich schwieriger.
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Wieder zu Hause wurde ich von diesem Anblick empfangen:
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Wir haben endlich wieder ein Bauklo vor dem Haus. Was für ein vertrauter Anblick (der hat uns vergangenes Jahr über Monate begleitet).
Vom gepflegten Vorgarten ganz zu schweigen:
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Das Abendessen ist ampelfarbig.
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Ich frage mich, ob die Schätzchen wohl noch rot werden oder nicht:
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Und jetzt mache ich es mir mit meinem neuen Testobjekt gemütlich. Was könnte besser passen, als bei 30° Schneeflocken zu sticken :-)
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Vielen Dank fürs Vorbeischauen. Viel, viel mehr 12-von-12-Bilder gibt es wieder hier.

Liebe Grüße
Anne