Melonenverrückt: von Slushies und anderen Sommergenüssen

Melonen machen Sommerlaune. Nun ist der Sommer bisher ja ein bisschen sprunghaft. Mal heiß, mal schwül, mal kühl, mal nass. Darauf kann ich aber leider keine Rücksicht nehmen. Sommer ist, wenn ich Sommer sag ;-). Und deswegen machen ich jetzt knallhart Sommersachen – wie Melone essen.

Vielleicht liegt die spontane Melonen-Sommerstimmung an Kindheitserinnerungen (wobei ich als Kind gar nicht so oft Wassermelone gegessen habe). Dieses Gefühl, sich von einem Ohr bis zum anderen in einer Scheibe Wassermelone zu vergraben und klebrig aber glücklich in die Sonne zu blinzeln, ist mir noch sehr lebhaft in Erinnerung. Allerdings habe ich es mittlerweile drauf, Melone zu essen, ohne mich dabei komplett einzusauen. Erwachsenseins hat definitiv seine Vorteile. Und hätte mir jemand als Kind Melonenstücke auf ein Eishölzchen gesteckt, hätte ich das vielleicht schon früher gekonnt.

Wenn man aber den ganzen Sommer lang Melone isst, wird es möglicherweise irgendwann eintönig. Da muss mal ein bisschen Abwechslung her.
Sorbet hatte ich mir deshalb vorgenommen. Melone und Eis – mehr Sommer geht ja wohl nicht. Aber auf dem Weg zum Melonensorbet bin ich auf eine noch bessere Sache gestoßen: Melonen-Slushy. Oder geeiste Smoothies (klingt gesünder und das ist es ja auch).

verrückt nach Melone_klein

Da die Sorbetmasse recht flüssig war, hat es lange gedauert, bis sie wirklich Eiskonsistenz bekam. Aber der Zwischenzustand – halb flüssig, halb gefroren – hat mich so angelacht, dass ich mich spontan damit in die Sonne gesetzt habe. Und was soll ich sagen: Ich war begeistert. Die Slushy-Version mag ich sogar lieber als das feste Sorbet, deswegen gibt es für euch das Rezept.

Melonen Slushy_klein

Melonen-Slushy (für ca. 4 Gläser)

1/2 kleine Wassermelone, kernarm
1/2 Gallia- oder Honigmelone
100 g Himbeeren
1 Limette
1 EL Honig
1 EL Puderzucker
1 Zweig Minze

Melonenfleisch in grobe Stücke schneiden, Limette auspressen. Limettensaft mit Himbeeren, Honig und Puderzucker zur Melone geben und alles pürieren.
Die Masse für ca. 15 min in die Eismaschine geben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist (je nach Eismaschine vorher noch eine Weile im Kühlschrank parken).
1-2 Minzblättchen ins Glas geben, mit Melonenslushy auffüllen und mit Strohhalm in der Sonne genießen. Fast besser als Eiskaffee (und ich liebe Kaffee in allen Variationen) und definitiv gesünder und kalorienärmer.

Wer Sorbet möchte, lässt die Masse einfach länger in der Eismaschine und/oder packt sie anschließend noch in die Gefriere.
Ohne Eismaschine müsste es auch funktinionieren, ich habe nur nicht ausprobiert, wie lange die Masse in der Gefriertruhe bleiben muss, um die richtige Konsistenz zu bekommen. Auf alle Fälle zwischendurch immer durchrühren! Wenn jemand Erfahrungswerte gesammelt hat, lasst es mich wissen.

Noch mehr Melone

Die lustigen Melonen-Lollies hätte ich als Kind geliebt. Einfach mit einem spitzen Messer einen Schlitz in die Schale schneiden und auf Bastelhölzchen (gibt es im Bastelbedarf) spießen.

Bücher und Melonensticks_klein

Und da ich mich irgendwie ins Thema reingesteigert hatte, habe ich gleich noch Überzugspapier für Notizhefte und Leporellos bedruckt. Die sind gerade in meinen Etsy-Shop gewandert.

 

Auf einen fröhlichen Melonen-Sommer!

Anne

 

 

 

 

Rhabarberliebe trifft Cheesecake-Törtchen

Endlich wieder Kuchen! Nach meiner Süßspeisen-Pause während der Fastenzeit (ich habe übrigens durchgehalten) muss an den Wochenenden nun unbedingt wieder Kuchen her. Das wiederum ist ein guter Vorwand, um neue Rezepte und Geschmackskombinationen zu testen. Da gerade Rhabarber das Obst/Gemüse (was ist es jetzt eigentlich?) der Saison ist, war eine Zutat schon mal ziemlich naheliegend.

Meistens kaufe ich genau einen Bund Rhabarber im Jahr. Das ist für meine Bedürfnisse mehr als ausreichend und davon friere ich sogar noch einen Teil ein. Aber nachdem ich diese Törtchen probiert habe, bin ich mir nicht sicher, ob der Rhabarberkonsum in diesem Jahr nicht doch ansteigen wird …

Rhabarber Cheescake Tarte2_klein

Die treffen aber auch so ganz genau meinen Geschmack. Der Boden ist aus süßem Mürbeteig, die Füllung ist eine fruchtige Käsekuchenmasse, die Kombination aus beidem der Hammer.
Und da Rhabarber alleine vielleicht etwas langweilig wäre, gesellen sich Himbeeren und Limette dazu.

Voilà: Rhabarber-Himbeer-Cheesecake-Tartelettes
(Ich finde ja, dieser Name ist absolut einprägsam :-))

Rhabarber Cheescake Tarte3_klein

Die Zutaten reichen ziemlich genau für 4 Tartelettes mit einem Durchmesse von ca. 12 cm.

Für den Mürbeteig:

100 g Mehl
110 g Zucker
50 g Butter
2 EL Milch
1 Prise Salz

Mehl, Zucker und Salz mischen. Die Butter in Flöckchen mit der Milch dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Teig zur Kugel formen, in Folie einschlagen und eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten.

Für die Füllung:

150 g Rhabarber + 1 Stange für die Deko
3 EL TK-Himbeeren
Saft einer halben Limette
1 Ei
150 g Quark
80 g saure Sahne
1 EL Stärke
25 g Zucker
1 Pk. Vanillezucker

Rhabarber putzen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Eine Stange als Deko zurückbehalten. Mit den Himbeeren und dem Vanillezucker in einen Topf geben. So viel Wasser zugeben, bis der Boden gerade bedeckt ist. Rhabarber köcheln lassen, bis er zerfällt. Abkühlen lassen.
Quark, Ei, saure Sahne, Stärke und Zucker zu einer cremigen Masse vermischen. Limettensaft unterrühren und Rhabarbermus zugeben (falls es zu flüssig geworden ist, kurz in einem Sieb abtropfen lassen). Ofen auf 180 ° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Mürbeteig aus dem Kühlschrank nehmen, kurz durchkneten und dünn ausrollen. Kreise ausstechen und in die Tartelette-Förmchen geben, sodass Boden und Rand bedeckt sind. Die Rhabarber-Käsemasse auf die Förmchen verteilen.
Wer mag, schneidet aus der übrigen Rhabarberstange noch Scheibchen oder Streifen und legt sie als Deko auf die Törtchen.
Im Ofen ca. 25 Minuten backen, bis die Käsemasse gestockt ist (Stäbchenprobe).

Rhabarber Cheescake Tarte4_klein

 

Die perfekten Törtchen fürs Wochenende. Und für alle anderen Tage auch.

Liebe Grüße
Anne

Puddingtage. Blutorange trifft Schokolade

Hin und wieder überkommt mich ein ganz dringender Wunsch nach Pudding, meistens an dunklen, ungemütlichen und/oder sehr stressigen Tagen. Dann ist Pudding echtes Soulfood. Oder wenigstens ein prima Nachtisch.
Aus Gewohnheit habe ich meistens auf die typischen Puddingpulver-Tütchen zurückgegriffen. Bis mich neulich blitzartig eine Erkenntnis traf: Eigentlich braucht kein Mensch Puddingpulver. Schon gar nicht, wenn direkt daneben im Schrank Speisestärke steht (die nutze ich meistens, um Kleister zu machen, das muss der Pudding aber nicht wissen). Mehr als Milch/Flüssigkeit, Stärke, Zucker + Zutat für Geschmack braucht man gar nicht. Und die Möglichkeiten, die sich geschmackstechnisch auftun, sind quasi grenzenlos. Die Grenzen habe ich für euch ein bisschen ausgelotet. Ich hatte nämlich Lust auf Schokoladenpudding. Und ich hatte noch ein Kilo Blutorangen …

pudding-3-sorten_klein

Die Erkenntnis? Schokopudding geht immer. Mit heller oder dunkler Schokolade, völlig egal. Pudding aus Blutorangen ist sehr, sehr lecker. Die Kombination aus beiden Sorten ist Geschmacksfrage (ich mochte sie, der Mann eher nicht so).

Die Rezeptmengen habe ich mir übrigens so zusammengebaut, dass sie einen Nachtisch für 2 Personen ergeben oder eine große Einzelportion für heftige Puddingtage :-)

Blutorangen-Pudding

250 ml Blutorangen Saft (ca. 4 ausgepresste Orangen, ruhig mit Fruchtfleisch)
20 g Zucker
20 g Stärke

Stärke und Zucker mischen und mit etwas Saft verrühren. Restlichen Saft zum Kochen bringen. Stärke-Zucker-Mischung hizugeben, unter Rühren aufkochen und 2-3 min köcheln lassen, bis der Pudding gut andickt. In ein Gefäß schütten, mit Frischhaltefolie abdecken (so entsteht keine Haut) und abkühlen lassen. Der Pudding ist sehr fruchtig und nicht ganz so süß. Wer es lieber richtig süß mag, erhöht einfach die Zuckermenge.

orangenpudding_klein

Schokopudding

250 ml Milch
50 g Schokolade in kl. Stücke gehackt
20 g Zucker
20 g Stärke
1/2 EL Kakaopulver

Die Schokolade in der Milch schmelzen lassen. Zucker, Stärke, Kakao mischen und mit etwas Milch glatt rühren. Die Schokomilch zum Kochen bringen und die Stärkemischung hinzufügen. Unter Rühren aufkochen und 2-3 min köcheln lassen. In ein Gefäß füllen, mit Frischhaltefolie abdecken und abkühlen lassen. Pur oder mit Schlagsahne löffeln.

pudding-auf-brett_klein

Ich frage mich ersthaft, warum ich nicht früher mit Puddingexperimenten begonnen habe. Denn wenn man einmal anfängt … stellt man fest, dass man statt Schokolade auch weiche Karmamellbonbons in der Milch auflösen kann oder den Pudding mit Krokant machen könnte oder, oder, oder.
Die verschiedenen Geschmacksrichtungen lassen sich auch prima schichten. Dafür sollte die erste allerdings immer fest geworden sein, bevor man die nächste darauf gibt.

Bei mir gibt es jetzt jedenfalls viel häufiger Puddingtage.

Liebe Grüße

Anne

 

 

Lebkuchen-Latte und Gewürzwaffeln

Bisher war meine Adventszeit wenig weihnachtlich. Habe ich im Spätherbst noch in Ideen geschwelt, Projekte auf die Erinnerungsliste geschrieben und an kreative DIY-Ideen für den Blog gedacht, flogen spätestens kurz vor dem ersten Advent die meisten Vorhaben wieder von der To-do-Liste. Zu viel Pflicht, zu wenig Zeit und Energie für die Kür.

Das hat sich schlagartig verändert. Das Zauberwort heißt „Resturlaub“ :-)
Auf einmal befinde ich mich in einem Zustand, in dem ich tatsächlich wieder Energie für Ideen übrig hätte. Gleichzeitig genieße ich es ungemein, einfach planlos zu sitzen, zu denken und zur Ruhe zu kommen. Was habe ich das vermisst!

So ganz langsam groove ich mich auf Weihnachten ein. Zum Plätzchenbacken hatte ich bisher keine Zeit und ich habe spontan beschlossen, dass ich es in diesem Jahr einfach komplett lasse (ob wohl irgendwo ein Einhorn stirbt, wenn man keine Weihnachtsplätzchen bäckt?). Aber Lust auf Lebkuchen- und Plätzchenaroma hatte ich trotzdem. Deswegen habe ich kurzerhand auf eine Alternative zurückgegriffen. Geht schneller als Plätzchenbacken und schmeckt und riecht genauso lecker.

Mein Morgen- oder Nachmittagskaffee bekommt nun einen Schuss selbstgemachten Lebkuchen-Sirup (der wäre übrigens auch noch ein nettes, kleines Weihnachtsmitbringsel).

lebkuchen-latte2_klein

Statt Plätzchen backe ich mir belgische Waffeln mit weihnachtlicher Gewürznote. Davon mache ich meistens ein paar mehr, friere sie ein und kann bei akutem Plätzchen- und Kuchenhunger im Handumdrehen Abhilfe schaffen. Die gefrorenen Waffeln werden im Toaster wieder richtig lecker.
waffeln1_klein

Für noch mehr Lebkuchenaroma kombiniert man einfach beides: die Waffeln mit dem Sirup. Mmh.
waffeln2_klein

Rezept für Lebkuchen-Sirup

500 ml Wasser
300 g Rohrzucker oder brauner Zucker
1 Vanilleschote
1 TL frisch gepresster Zitronensaft
6 Nelken
5 TL Lebkuchengewürz
1 TL Zimt

Vanilleschote aufschlitzen und Mark entfernen. Mark, Schote, Zitronensaft und Zucker mit dem Wasser aufkochen. Immer wieder umrühren, damit sich der Zucker gut auflöst. 5-10 Minuten offen weiterköcheln lassen, damit der Sirup etwas einkocht.
Die Gewürze in einen Teefilter geben und diesen gut verknoten. Topf vom Herd nehmen und Gewürzbeutel in den Sirup legen. Je nach gewünschter Geschmacksintensität 10-15 Minuten ziehen lassen. Anschließend Gewürze und Vanilleschote entfernen, Sirup in kochend ausgespülte Gläser füllen. Oder direkt in den Kaffee (natürlich nicht alles auf einmal).

Rezept für belgische Gewürzwaffeln (8-10 Stück)

125 g Butter
100 g Zucker
2 kleine Eier
1/2 Päckchen Vanillezucker
1 EL Rum (wenn Kinder mitessen, den Rum einfach weglassen)
280 g Mehl
ggf. 80 ml Wasser
1 gestrichener TL Backpulver
1 TL Lebkuchengewürz
1/2 TL Zimt
1 Messerspitze gemahlener Ingwer

Zimmerwarme Butter mit Zucker und Vanillezucker cremig schlagen. Eier und Rum unterrühren. Mehl mit Backpulver und Gewürzen mischen und unter die Butter-Eier-Masse rühren. Wird der Teig zu fest, etwas Wasser dazugeben. Im Gegensatz zu klassischem Waffelteig ist dieser Teig relativ zäh. Das muss so.
Teig portionsweise ins Waffeleisen geben und nach Herstellerangaben backen.
Die fertigen Waffeln sind außen knusprig und innen noch etwas weich.
Am besten warm mit Puderzucker, Zimtsahne oder Sirup servieren.

Ich wünsche euch ein schönes (und entspanntes) viertes Adventswochenende!

Anne

 

 

 

Powerfrühstück für Alltagshelden – schokoladiges Knuspermüsli de luxe

Für mich gehört zum Start in den Tag definitiv ein Frühstück. So ganz ohne kann ich nicht aus dem Haus, dann werde ich unausstehlich :-)
Normalerweise geht es morgens schnell und ich bleibe bei meiner dauerhaft erprobten Version Haferflocken + etwas Wasser + Mikrowelle + frisches Obst. Das kann ich wirklich ohne Ermüdungserscheinungen das ganze Jahr essen – nur das Obst wechselt immer mal.

Manchmal mache ich mir aber auch meine eigene Knuspermüsli-Mischung. Im Ofen gebacken und mit Zutaten, die ich gerne mag. Meine Standardversion habe ich die Tage novembertauglich gemacht und etwas aufgebrezelt: die Nussmischung mit Pekannüssen und ein Hauch Zimt steuern dezent in Richtung Vorweihnachtszeit. Außerdem kommt durch Kakao-Nibs eine extra schokoladige Note dazu. Es ist das erste Mal, dass ich diese Splitter der Kakaobohnen in mein Müsli packe. Die Dinger sind ziemlich teuer, aber oh so schokoladig. Und außerdem reicht eine Tüte für vier komplette Müsli-Mischungen.

muesli1_klein

Zutaten:

350 g kernige Haferflocken
100 g Nussmischung (ca. je ein Drittel Mandelstifte, Walnüsse, Pekannüsse)
50 g Kakao-Nibs
2 TL Zimt
150 g Waldhonig
6 EL neutrales Öl

Alle Zutaten bis auf die Kakao-Nibs in einer Schüssel verrühren. Den Ofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Mischung auf ein Backblech geben und ca. 20 min im Ofen backen. Dabei gelegentlich durchrühren, damit sie gleichmäßig bräunt.
Müsli auf dem Blech auskühlen lassen und die Kakao-Splitter untermischen. In einem schönen Müsliglas aufbewahren.

muesli2_kleinMorgens mit Joghurt und ein paar frischen Früchten genießen und der Tag kann kommen.

P.S. Verpasst sogar dem Montagmorgen einen erfreulichen Anstrich.

 

 

 

 

 

Aromatisches Herbstkompott und echte Lyrikblätter

Der Oktober hat mich dieses Jahr ein bisschen gebeutelt und mir eine fiese und hartnäckige Erkältung beschert. Trotzdem lasse ich mir den Spaß am Herbst nicht nehmen, sehe den Blättern beim Heruntersegeln zu und packe mittlerweile ganze Laubhaufen in Laubsäcke. Aber nicht alle Blätter. Die schönsten hebe ich auf, ein bisschen wenigstens. Diesmal habe ich sogar wieder welche gepresst und das Wort „Blatt“ im übertragenen Sinne gedeutet.
herbstlaub-detail_klein

Nach dem Laubfegen braucht man zur Belohnung was Warmes und Leckeres.

Auf dieses Kompott habe ich mich schon die ganze Woche gefreut. Eigentlich wollte ich es nämlich schon am letzten Wochenende kochen, doch wenn man dank Erkältung nichts riechen bzw. schmecken kann, ist Kochen nicht die beste Idee. Im Falle dieses Kompotts sogar totale Verschwendung, denn die Aromen sind hier schließlich die Hauptsache.

Es fing als Pflaumenkompott an, nahm dann aber die eine oder andere ungewöhnlichere Wendung.
pflaumenkompott-schale_klein

Zutaten:
400 g Pflaumen
100 g rote Trauben, kernlos
50 g Zucker
1 Pk. Vanillezucker
250 ml Rotwein
1-2 Zimtstangen
1 Sternanis
1 EL Stärke

Pflaumen vierteln oder achteln (je nach Größte), Trauben halbieren. Den Zucker in einem Topf karamellisieren lassen und mit dem Wein ablöschen. Zimt und Anis zugeben, kurz aufkochen. Pflaumen und Trauben dazugeben und ca. 5 min köcheln lassen, bis die Pflaumen weich sind und fast anfangen, zu zerfallen. Zimt und Anis aus dem Kompott fischen. 1 EL Stärke mit etwas Wasser verrühren, zum Kompott geben und gut verrühren. Kurz aufkochen und andicken lassen. Fertig.
Das Kompott schmeckt prima mit Vanilleeis und -sauce, zu Waffeln und Milchreis oder direkt warm aus dem Topf.

pflaumenkompott-mit-glas_klein

Wer jetzt wissen will, wie es mit meinen Lyrikblättern weiterging – ich habe Friedrich Hebbels Herbstgedicht darauf verewig, bzw. einen Teil davon:
gedicht-herbsttag_klein

Könnte man auch einrahmen. Oder ein beschriebenes Herbstblatt als Brief verschicken. Oder man spielt einfach ein bisschen herum und freut sich über die schönen Farben und genießt den Herbsttag. Zum Beispiel mit Kompott :-)

Habt eine schöne Herbstwoche!
Anne

 

 

Kürbis-Scones mit Walnüssen und weißer Schokolade

Nachdem mich die heißen Septembertage doch ein bisschen aus dem Gleichgewicht gebracht haben, kommt mit der Abkühlung auch endlich Lust auf Herbst. Lieblingsjahreszeit, ich komme!
Wie stimmt man sich am besten auf herbstliche Tage ein? Genau, mit Kürbis. Den habe ich diesmal allerdings in süßen Teilchen verpackt. Das Originalrezept stammt von Cynthia Barcomi, ich hab’s ein wenig abgewandelt. Die Scones passen natürlich hervorragend zum 5-Uhr-Tee oder zu jeder anderen Tageszeit.
kurbis-scones3_klein

Zutaten:
1 kleine Hokkaido-Kürbis
280 g Mehl
50 g Zucker (ggf. Rohrzucker)
1/2 TL gemahlener Ingwer
1/2 TL Zimt
1 Prise Muskat
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/4 TL Salz
125 kalte Butter
60 g weiße Schokolade
1 Handvoll Walnüsse

Kürbis halbieren und entkernen. Für 150 g Kürbis-Püree braucht man einen halben kleinen oder ein Viertel eines mittleren Kürbis. In Stücke schneiden, in etwas Wasser weich garen, abgießen und möglichst fein pürieren. Püree auskühlen lassen (sollte es wässrig sein, gut abtropfen lassen).

Alle Zutaten bis auf Butter, Schoki und Nüsse in einer Schüssel vermengen.
Die Schokolade und die Nüsse grob hacken und beiseite stellen.
Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und zügig in die Mehlmischung arbeiten. Dabei sollten Streusel entstehen – kein glatter Teig. 150 g Kürbis-Püree abwiegen und zur Mischung geben, mit Schokolade und Nüssen unterrühren, bis alles gerade so vermischt ist.
Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, mit den Händen zu einer ca. 2 cm dicken Platte flach drücken und mit einem Becher oder Glas Teigkreise ausstechen (bei mir sind 12 Stück daraus geworden).

Ofen auf 180° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Scones auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und ca 20 min backen, bis sie goldgelb sind.

kurbis-scones2_klein

(Wenn man nicht so ungeduldig ist wie ich und das Püree richtig abkühlen lässt, gehen sie noch etwas mehr auf.)

Am besten lauwarm servieren und mit Honig, Marmelade oder pur genießen.
Schmeckt definitiv nach Herbst.

Vielleicht versüßt ihr euch damit ja das Wochenende?

Liebe Grüße
Anne