Rhabarberliebe trifft Cheesecake-Törtchen

Endlich wieder Kuchen! Nach meiner Süßspeisen-Pause während der Fastenzeit (ich habe übrigens durchgehalten) muss an den Wochenenden nun unbedingt wieder Kuchen her. Das wiederum ist ein guter Vorwand, um neue Rezepte und Geschmackskombinationen zu testen. Da gerade Rhabarber das Obst/Gemüse (was ist es jetzt eigentlich?) der Saison ist, war eine Zutat schon mal ziemlich naheliegend.

Meistens kaufe ich genau einen Bund Rhabarber im Jahr. Das ist für meine Bedürfnisse mehr als ausreichend und davon friere ich sogar noch einen Teil ein. Aber nachdem ich diese Törtchen probiert habe, bin ich mir nicht sicher, ob der Rhabarberkonsum in diesem Jahr nicht doch ansteigen wird …

Rhabarber Cheescake Tarte2_klein

Die treffen aber auch so ganz genau meinen Geschmack. Der Boden ist aus süßem Mürbeteig, die Füllung ist eine fruchtige Käsekuchenmasse, die Kombination aus beidem der Hammer.
Und da Rhabarber alleine vielleicht etwas langweilig wäre, gesellen sich Himbeeren und Limette dazu.

Voilà: Rhabarber-Himbeer-Cheesecake-Tartelettes
(Ich finde ja, dieser Name ist absolut einprägsam :-))

Rhabarber Cheescake Tarte3_klein

Die Zutaten reichen ziemlich genau für 4 Tartelettes mit einem Durchmesse von ca. 12 cm.

Für den Mürbeteig:

100 g Mehl
110 g Zucker
50 g Butter
2 EL Milch
1 Prise Salz

Mehl, Zucker und Salz mischen. Die Butter in Flöckchen mit der Milch dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Teig zur Kugel formen, in Folie einschlagen und eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten.

Für die Füllung:

150 g Rhabarber + 1 Stange für die Deko
3 EL TK-Himbeeren
Saft einer halben Limette
1 Ei
150 g Quark
80 g saure Sahne
1 EL Stärke
25 g Zucker
1 Pk. Vanillezucker

Rhabarber putzen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Eine Stange als Deko zurückbehalten. Mit den Himbeeren und dem Vanillezucker in einen Topf geben. So viel Wasser zugeben, bis der Boden gerade bedeckt ist. Rhabarber köcheln lassen, bis er zerfällt. Abkühlen lassen.
Quark, Ei, saure Sahne, Stärke und Zucker zu einer cremigen Masse vermischen. Limettensaft unterrühren und Rhabarbermus zugeben (falls es zu flüssig geworden ist, kurz in einem Sieb abtropfen lassen). Ofen auf 180 ° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Mürbeteig aus dem Kühlschrank nehmen, kurz durchkneten und dünn ausrollen. Kreise ausstechen und in die Tartelette-Förmchen geben, sodass Boden und Rand bedeckt sind. Die Rhabarber-Käsemasse auf die Förmchen verteilen.
Wer mag, schneidet aus der übrigen Rhabarberstange noch Scheibchen oder Streifen und legt sie als Deko auf die Törtchen.
Im Ofen ca. 25 Minuten backen, bis die Käsemasse gestockt ist (Stäbchenprobe).

Rhabarber Cheescake Tarte4_klein

 

Die perfekten Törtchen fürs Wochenende. Und für alle anderen Tage auch.

Liebe Grüße
Anne

Puddingtage. Blutorange trifft Schokolade

Hin und wieder überkommt mich ein ganz dringender Wunsch nach Pudding, meistens an dunklen, ungemütlichen und/oder sehr stressigen Tagen. Dann ist Pudding echtes Soulfood. Oder wenigstens ein prima Nachtisch.
Aus Gewohnheit habe ich meistens auf die typischen Puddingpulver-Tütchen zurückgegriffen. Bis mich neulich blitzartig eine Erkenntnis traf: Eigentlich braucht kein Mensch Puddingpulver. Schon gar nicht, wenn direkt daneben im Schrank Speisestärke steht (die nutze ich meistens, um Kleister zu machen, das muss der Pudding aber nicht wissen). Mehr als Milch/Flüssigkeit, Stärke, Zucker + Zutat für Geschmack braucht man gar nicht. Und die Möglichkeiten, die sich geschmackstechnisch auftun, sind quasi grenzenlos. Die Grenzen habe ich für euch ein bisschen ausgelotet. Ich hatte nämlich Lust auf Schokoladenpudding. Und ich hatte noch ein Kilo Blutorangen …

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Die Erkenntnis? Schokopudding geht immer. Mit heller oder dunkler Schokolade, völlig egal. Pudding aus Blutorangen ist sehr, sehr lecker. Die Kombination aus beiden Sorten ist Geschmacksfrage (ich mochte sie, der Mann eher nicht so).

Die Rezeptmengen habe ich mir übrigens so zusammengebaut, dass sie einen Nachtisch für 2 Personen ergeben oder eine große Einzelportion für heftige Puddingtage :-)

Blutorangen-Pudding

250 ml Blutorangen Saft (ca. 4 ausgepresste Orangen, ruhig mit Fruchtfleisch)
20 g Zucker
20 g Stärke

Stärke und Zucker mischen und mit etwas Saft verrühren. Restlichen Saft zum Kochen bringen. Stärke-Zucker-Mischung hizugeben, unter Rühren aufkochen und 2-3 min köcheln lassen, bis der Pudding gut andickt. In ein Gefäß schütten, mit Frischhaltefolie abdecken (so entsteht keine Haut) und abkühlen lassen. Der Pudding ist sehr fruchtig und nicht ganz so süß. Wer es lieber richtig süß mag, erhöht einfach die Zuckermenge.

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Schokopudding

250 ml Milch
50 g Schokolade in kl. Stücke gehackt
20 g Zucker
20 g Stärke
1/2 EL Kakaopulver

Die Schokolade in der Milch schmelzen lassen. Zucker, Stärke, Kakao mischen und mit etwas Milch glatt rühren. Die Schokomilch zum Kochen bringen und die Stärkemischung hinzufügen. Unter Rühren aufkochen und 2-3 min köcheln lassen. In ein Gefäß füllen, mit Frischhaltefolie abdecken und abkühlen lassen. Pur oder mit Schlagsahne löffeln.

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Ich frage mich ersthaft, warum ich nicht früher mit Puddingexperimenten begonnen habe. Denn wenn man einmal anfängt … stellt man fest, dass man statt Schokolade auch weiche Karmamellbonbons in der Milch auflösen kann oder den Pudding mit Krokant machen könnte oder, oder, oder.
Die verschiedenen Geschmacksrichtungen lassen sich auch prima schichten. Dafür sollte die erste allerdings immer fest geworden sein, bevor man die nächste darauf gibt.

Bei mir gibt es jetzt jedenfalls viel häufiger Puddingtage.

Liebe Grüße

Anne

 

 

Lebkuchen-Latte und Gewürzwaffeln

Bisher war meine Adventszeit wenig weihnachtlich. Habe ich im Spätherbst noch in Ideen geschwelt, Projekte auf die Erinnerungsliste geschrieben und an kreative DIY-Ideen für den Blog gedacht, flogen spätestens kurz vor dem ersten Advent die meisten Vorhaben wieder von der To-do-Liste. Zu viel Pflicht, zu wenig Zeit und Energie für die Kür.

Das hat sich schlagartig verändert. Das Zauberwort heißt „Resturlaub“ :-)
Auf einmal befinde ich mich in einem Zustand, in dem ich tatsächlich wieder Energie für Ideen übrig hätte. Gleichzeitig genieße ich es ungemein, einfach planlos zu sitzen, zu denken und zur Ruhe zu kommen. Was habe ich das vermisst!

So ganz langsam groove ich mich auf Weihnachten ein. Zum Plätzchenbacken hatte ich bisher keine Zeit und ich habe spontan beschlossen, dass ich es in diesem Jahr einfach komplett lasse (ob wohl irgendwo ein Einhorn stirbt, wenn man keine Weihnachtsplätzchen bäckt?). Aber Lust auf Lebkuchen- und Plätzchenaroma hatte ich trotzdem. Deswegen habe ich kurzerhand auf eine Alternative zurückgegriffen. Geht schneller als Plätzchenbacken und schmeckt und riecht genauso lecker.

Mein Morgen- oder Nachmittagskaffee bekommt nun einen Schuss selbstgemachten Lebkuchen-Sirup (der wäre übrigens auch noch ein nettes, kleines Weihnachtsmitbringsel).

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Statt Plätzchen backe ich mir belgische Waffeln mit weihnachtlicher Gewürznote. Davon mache ich meistens ein paar mehr, friere sie ein und kann bei akutem Plätzchen- und Kuchenhunger im Handumdrehen Abhilfe schaffen. Die gefrorenen Waffeln werden im Toaster wieder richtig lecker.
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Für noch mehr Lebkuchenaroma kombiniert man einfach beides: die Waffeln mit dem Sirup. Mmh.
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Rezept für Lebkuchen-Sirup

500 ml Wasser
300 g Rohrzucker oder brauner Zucker
1 Vanilleschote
1 TL frisch gepresster Zitronensaft
6 Nelken
5 TL Lebkuchengewürz
1 TL Zimt

Vanilleschote aufschlitzen und Mark entfernen. Mark, Schote, Zitronensaft und Zucker mit dem Wasser aufkochen. Immer wieder umrühren, damit sich der Zucker gut auflöst. 5-10 Minuten offen weiterköcheln lassen, damit der Sirup etwas einkocht.
Die Gewürze in einen Teefilter geben und diesen gut verknoten. Topf vom Herd nehmen und Gewürzbeutel in den Sirup legen. Je nach gewünschter Geschmacksintensität 10-15 Minuten ziehen lassen. Anschließend Gewürze und Vanilleschote entfernen, Sirup in kochend ausgespülte Gläser füllen. Oder direkt in den Kaffee (natürlich nicht alles auf einmal).

Rezept für belgische Gewürzwaffeln (8-10 Stück)

125 g Butter
100 g Zucker
2 kleine Eier
1/2 Päckchen Vanillezucker
1 EL Rum (wenn Kinder mitessen, den Rum einfach weglassen)
280 g Mehl
ggf. 80 ml Wasser
1 gestrichener TL Backpulver
1 TL Lebkuchengewürz
1/2 TL Zimt
1 Messerspitze gemahlener Ingwer

Zimmerwarme Butter mit Zucker und Vanillezucker cremig schlagen. Eier und Rum unterrühren. Mehl mit Backpulver und Gewürzen mischen und unter die Butter-Eier-Masse rühren. Wird der Teig zu fest, etwas Wasser dazugeben. Im Gegensatz zu klassischem Waffelteig ist dieser Teig relativ zäh. Das muss so.
Teig portionsweise ins Waffeleisen geben und nach Herstellerangaben backen.
Die fertigen Waffeln sind außen knusprig und innen noch etwas weich.
Am besten warm mit Puderzucker, Zimtsahne oder Sirup servieren.

Ich wünsche euch ein schönes (und entspanntes) viertes Adventswochenende!

Anne

 

 

 

Powerfrühstück für Alltagshelden – schokoladiges Knuspermüsli de luxe

Für mich gehört zum Start in den Tag definitiv ein Frühstück. So ganz ohne kann ich nicht aus dem Haus, dann werde ich unausstehlich :-)
Normalerweise geht es morgens schnell und ich bleibe bei meiner dauerhaft erprobten Version Haferflocken + etwas Wasser + Mikrowelle + frisches Obst. Das kann ich wirklich ohne Ermüdungserscheinungen das ganze Jahr essen – nur das Obst wechselt immer mal.

Manchmal mache ich mir aber auch meine eigene Knuspermüsli-Mischung. Im Ofen gebacken und mit Zutaten, die ich gerne mag. Meine Standardversion habe ich die Tage novembertauglich gemacht und etwas aufgebrezelt: die Nussmischung mit Pekannüssen und ein Hauch Zimt steuern dezent in Richtung Vorweihnachtszeit. Außerdem kommt durch Kakao-Nibs eine extra schokoladige Note dazu. Es ist das erste Mal, dass ich diese Splitter der Kakaobohnen in mein Müsli packe. Die Dinger sind ziemlich teuer, aber oh so schokoladig. Und außerdem reicht eine Tüte für vier komplette Müsli-Mischungen.

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Zutaten:

350 g kernige Haferflocken
100 g Nussmischung (ca. je ein Drittel Mandelstifte, Walnüsse, Pekannüsse)
50 g Kakao-Nibs
2 TL Zimt
150 g Waldhonig
6 EL neutrales Öl

Alle Zutaten bis auf die Kakao-Nibs in einer Schüssel verrühren. Den Ofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Mischung auf ein Backblech geben und ca. 20 min im Ofen backen. Dabei gelegentlich durchrühren, damit sie gleichmäßig bräunt.
Müsli auf dem Blech auskühlen lassen und die Kakao-Splitter untermischen. In einem schönen Müsliglas aufbewahren.

muesli2_kleinMorgens mit Joghurt und ein paar frischen Früchten genießen und der Tag kann kommen.

P.S. Verpasst sogar dem Montagmorgen einen erfreulichen Anstrich.

 

 

 

 

 

Aromatisches Herbstkompott und echte Lyrikblätter

Der Oktober hat mich dieses Jahr ein bisschen gebeutelt und mir eine fiese und hartnäckige Erkältung beschert. Trotzdem lasse ich mir den Spaß am Herbst nicht nehmen, sehe den Blättern beim Heruntersegeln zu und packe mittlerweile ganze Laubhaufen in Laubsäcke. Aber nicht alle Blätter. Die schönsten hebe ich auf, ein bisschen wenigstens. Diesmal habe ich sogar wieder welche gepresst und das Wort „Blatt“ im übertragenen Sinne gedeutet.
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Nach dem Laubfegen braucht man zur Belohnung was Warmes und Leckeres.

Auf dieses Kompott habe ich mich schon die ganze Woche gefreut. Eigentlich wollte ich es nämlich schon am letzten Wochenende kochen, doch wenn man dank Erkältung nichts riechen bzw. schmecken kann, ist Kochen nicht die beste Idee. Im Falle dieses Kompotts sogar totale Verschwendung, denn die Aromen sind hier schließlich die Hauptsache.

Es fing als Pflaumenkompott an, nahm dann aber die eine oder andere ungewöhnlichere Wendung.
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Zutaten:
400 g Pflaumen
100 g rote Trauben, kernlos
50 g Zucker
1 Pk. Vanillezucker
250 ml Rotwein
1-2 Zimtstangen
1 Sternanis
1 EL Stärke

Pflaumen vierteln oder achteln (je nach Größte), Trauben halbieren. Den Zucker in einem Topf karamellisieren lassen und mit dem Wein ablöschen. Zimt und Anis zugeben, kurz aufkochen. Pflaumen und Trauben dazugeben und ca. 5 min köcheln lassen, bis die Pflaumen weich sind und fast anfangen, zu zerfallen. Zimt und Anis aus dem Kompott fischen. 1 EL Stärke mit etwas Wasser verrühren, zum Kompott geben und gut verrühren. Kurz aufkochen und andicken lassen. Fertig.
Das Kompott schmeckt prima mit Vanilleeis und -sauce, zu Waffeln und Milchreis oder direkt warm aus dem Topf.

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Wer jetzt wissen will, wie es mit meinen Lyrikblättern weiterging – ich habe Friedrich Hebbels Herbstgedicht darauf verewig, bzw. einen Teil davon:
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Könnte man auch einrahmen. Oder ein beschriebenes Herbstblatt als Brief verschicken. Oder man spielt einfach ein bisschen herum und freut sich über die schönen Farben und genießt den Herbsttag. Zum Beispiel mit Kompott :-)

Habt eine schöne Herbstwoche!
Anne

 

 

Kürbis-Scones mit Walnüssen und weißer Schokolade

Nachdem mich die heißen Septembertage doch ein bisschen aus dem Gleichgewicht gebracht haben, kommt mit der Abkühlung auch endlich Lust auf Herbst. Lieblingsjahreszeit, ich komme!
Wie stimmt man sich am besten auf herbstliche Tage ein? Genau, mit Kürbis. Den habe ich diesmal allerdings in süßen Teilchen verpackt. Das Originalrezept stammt von Cynthia Barcomi, ich hab’s ein wenig abgewandelt. Die Scones passen natürlich hervorragend zum 5-Uhr-Tee oder zu jeder anderen Tageszeit.
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Zutaten:
1 kleine Hokkaido-Kürbis
280 g Mehl
50 g Zucker (ggf. Rohrzucker)
1/2 TL gemahlener Ingwer
1/2 TL Zimt
1 Prise Muskat
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/4 TL Salz
125 kalte Butter
60 g weiße Schokolade
1 Handvoll Walnüsse

Kürbis halbieren und entkernen. Für 150 g Kürbis-Püree braucht man einen halben kleinen oder ein Viertel eines mittleren Kürbis. In Stücke schneiden, in etwas Wasser weich garen, abgießen und möglichst fein pürieren. Püree auskühlen lassen (sollte es wässrig sein, gut abtropfen lassen).

Alle Zutaten bis auf Butter, Schoki und Nüsse in einer Schüssel vermengen.
Die Schokolade und die Nüsse grob hacken und beiseite stellen.
Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und zügig in die Mehlmischung arbeiten. Dabei sollten Streusel entstehen – kein glatter Teig. 150 g Kürbis-Püree abwiegen und zur Mischung geben, mit Schokolade und Nüssen unterrühren, bis alles gerade so vermischt ist.
Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, mit den Händen zu einer ca. 2 cm dicken Platte flach drücken und mit einem Becher oder Glas Teigkreise ausstechen (bei mir sind 12 Stück daraus geworden).

Ofen auf 180° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Scones auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und ca 20 min backen, bis sie goldgelb sind.

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(Wenn man nicht so ungeduldig ist wie ich und das Püree richtig abkühlen lässt, gehen sie noch etwas mehr auf.)

Am besten lauwarm servieren und mit Honig, Marmelade oder pur genießen.
Schmeckt definitiv nach Herbst.

Vielleicht versüßt ihr euch damit ja das Wochenende?

Liebe Grüße
Anne

Sahneeis selbst gemacht. Mensch vs. Maschine

Die sommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage habe ich unter anderem als Entschuldigung dafür genutzt, bei jeder sich bietenden Gelegenheit Eis zu essen. Und Eis zu machen.
Vor ein paar Wochen hatte ich mir irgendwie aus Reflex beim Discounter eine Eismaschine gekauft und nun wollte ich doch mal wissen, ob das Ding überhaupt funktioniert. Die meisten Milcheis-Rezepte enthalten allerdings Ei. Grundsätzlich habe ich nichts gegen Eier, aber bei rohen Eiern in Eis bin ich ein bisschen pingelig (Salmonellen und so). Dann stieß ich irgendwo auf Jeannys Sahneeis-Rezept ganz ohne Ei (und piepeinfach), experimentierte ein bisschen und machte es zur Challenge für die Eismaschine. Wird das Eis damit besser? Oder geht es genauso gut nur mit der Gefriere?
Spoiler: Geschmacklich sind beide Varianten unwiderstehlich.

Eis Blaubeer_klein

Meine Rezeptversion:
2 Becher Schlagsahne
3/4 Dose gesüßte Kondensmilch
40 g Butter
250 g pürierte Früchte
„Stückchen“-Zutat nach Belieben

Die Eismaschine hat ein Blaubeer-Minzeis gezaubert. Dafür die Sahne steif schlagen. Butter erhitzen, bis sie flüssig ist. Blaubeeren pürieren. Ein paar Blättchen Minze fein hacken.
Flüssige Butter mit der Kondensmilch verrühren. Blaubeerpüree unterrühren. Zusammen mit der Sahne in die Eismaschine geben, Minz dazugeben und bis zur gewünschten Konsistenz gefrieren lassen.

Eis Erdbeer_klein

Oder doch lieber Erdbeer-Eis mit weißer Schokolade?
Dann einfach 250 g Erdbeeren pürieren und zwei Riegel weiße Schokolade hacken. Dieses Eis habe ich ohne Eismaschine gemacht. Die Vorbereitung läuft genau gleich ab. Die Kodensmilch-Fruchtmischung habe ich vorsichtig unter die Sahne gehoben, sodass das die Masse gestrudelt aussah. Dann habe ich alles in eine flache, gefriergeeignete Form gegossen und zum Schluss die gehackte Schokoloade darübergestreut und nur leicht verrührt.
Die Form in Frischhaltefolie wickeln und am besten über Nacht gefrieren lassen.
Das Eis kurz antauen lassen, bevor man es genießt.

Und das Fazit? Geschmacklich ist beides top. Bei der Konsistenz hat die Eismaschine die Nase vorn. Durch das ständige Rühren bilden sich keine Eiskristalle und das Eis ist viel cremiger. Man könnte bei der Gefriertruhen-Version gegensteuern, wenn man das Eis während des Gefrierens immer mal wieder durchrührt. Das macht natürlich nicht so viel Spaß, wenn man es nachts gefrieren lässt … Trotzdem tut das dem Eisgenuss keinen Abbruch.

Das Rezept funktioniert also mit und ohne Maschine, es kann mit Früchten, Keksstücken, Karamell und allem, was einem so einfällt kombiniert werden. Was will man mehr? Außer einem Löffel?