Was tun mit alten Reiseführern? Mach ein Bild draus!

Der Trend geht ja zum Zweitbuch (jaja, total alter Witz …). Bei mir geht der Trend jedoch häufig auch zum Zweit-Reiseführer. Ich hab es schon gelegentlich erwähnt, aber wenn ich etwas Neues lernen/entdecken will, kaufe ich mir zuerst ein Buch zum Thema. Ich kann nichts dafür, das ist quasi ein Reflex. Und der setzt natürlich auch bei Reisen ein. Wenn eine längere Reise geplant ist, wird das auch mal mehr als ein Buch. Weil, man will sich ja umfassend informieren und verschiedene Blickwinkel berücksichtigen. Oder so.

Vor Ort ist das durchaus hilfreich, nur – was macht man nach dem Urlaub mit den Reiseführern? Einen behalte ich gern aus Nostalgiegründen im Regal, aber dann hört auch bei mir der Spaß auf. Falls ich in fünf Jahren noch einmal dorthin fahren möchte, sind die Informationen mit Sicherheit überholt. Zeitnahes Verschenken hat bisher genau einmal funktioniert. Deshalb hab ich mir diesmal gedacht, ich könnte ja einfach was Kreatives damit anstellen. Etwas, das mich an die Reise erinnert …

Ich hab also einfach mal den Reiseführer zerfleddert, Bilder ausgeschnitten und drauflosgemalt. Zwischendrin war ich kurz davor, alles in den Papierkorb zu befördern, habe aber trotzdem weitergemacht. Mit dem Ergebnis – ein Mixed-Media-Bild – bin ich überraschenderweise ganz zufrieden.

Voilà: Was vom Reiseführer übrig blieb:

Reisebild1_klein

Es ist eine Collage aus Reiseführer-Schnipseln geworden, über die ich mehrere Schichten Acrylfarbe gemalt habe. Zum Schluss kam die Reiseroute mit ein paar Markanten Zielen drauf.

Lust, etwas Ähnliches auszuprobieren? Ich habe den Entstehungsprozess in Schnappschüssen festgehalten, damit man besser verfolgen kann, wie das Bild entstanden ist.

Material

ein alter Reiseführer
festes Papier (ich habe Aquarellpapier genommen)
Bleistift und Radiergummi
Acrylfarben
Acryl Fluid Medium
evtl. Klebestift
Pinsel
Fineliner

Karte malen

Umriss zeichnen_klein

Unsere Reise führte uns durch Südengland. Also habe ich mir eine Karte geschnappt und versucht, die Umrisse einigermaßen richtig abzumalen. Kartographen müssen jetzt tapfer sein, aber für meine Zwecke hat es gereicht.
Wer sich das nicht zutraut, sucht online nach einer Karte, druckt sie in der richtigen Größe aus und paust sie entweder durch oder nimmt sie gleich als Hintergrund.

Bilder ausschneiden

Bilder ausschneiden_klein

Aus dem Reiseführer habe ich Bilder ausgeschnitten, die mich an Urlaubserlebnisse erinnern. Diese Bilder habe ich so zurechtgeschnitten, dass sie in meine Karte passten. Von manchen ist am Ende nicht mehr viel übrig geblieben, aber das ist egal. Die Schnipsel habe ich übrigens mit dem Acryl-Medium aufgeklebt (einfach auf die Rückseite streichen).

Farbe auftragen

erste Schicht Farbe_klein

Damit die Landkarte auch nach Landkarte aussieht, habe ich den Küsten einen Ocker-Farbton verpasst und dem restlichen Land einen Grünton. Die Farbe habe ich rings um die aufgeklebten Bilder gemalt.
Anschließend habe ich etwas Weiß mit Acryl-Medium gemischt (so wird es transparenter und deckt nicht komplett) und bin damit sowohl über die Farbflächen als auch über die Bilder gegangen.
Ganz ohne Wörter geht es bei mir nicht und man findet in Reiseführern so herrlich blumige Beschreibungen. Die hab ich auch ausgeschnitten und dazugeklebt.
Anschließend kamen weitere Schichten mit dem Weiß-Medium-Gemisch, bis ich das Gefühl hatte, die Karte bildet optisch eine Einheit.

Reiseroute und Details ergänzen

Suedenglandbild Detail_klein

Mit dem Fineliner noch die Reiseroute aufmalen und einige markante Orte eintragen. Damit die Karte dreidimensionaler wirkt, habe ich die „Schattenseiten“ der unteren Küste ebenfall schwarz nachgezeichnet.

War alles nett, aber es fehlte noch etwas. Deswegen habe ich zum Schluss die Buchstaben für den „Titel“ aus der beiliegenden Karte ausgeschnitten, so lange verschoben, bis ich die richtige Stelle auf dem Bild hatte, und festgeklebt.

Reisebild2_klein

Der Reiseführer ist jetzt zwar reif für die Papiertonne, aber gleichzeitig hat er sich ein ganz neues Einsatzgebiet als Wanddeko erobert.

 

 

 

 

Südengland. Siebeneinhalb Argumente für eine Reise auf die Insel

Im Juni habe ich hier durch Abwesenheit geglänzt. Die Blogpause war eigentlich gar nicht geplant, hat sich langsam eingeschlichten und dann hab ich sie einfach laufen lassen. Aus Gründen. Ich hatte nämlich Urlaub und war auf Reisen. Jetzt bin ich wieder da mit einer Speicherkarte voller Fotos und einem Kopf voller Eindrücke.

Südengland stand schon lange auf der imaginären Reiseplanungsliste und dieses Jahr haben wir Nägel mit Köpfen gemacht. Zwei Wochen, einmal quer über die Insel. Es war toll. Und das hat nur ein ganz kleines bisschen mit Rosamunde-Pilcher-Filmpanoramen zu tun. Meine Top 7,5 Argumente, die für eine Reise sprechen (falls ihr nach Argumenten suchen solltet), sind diese hier:

Gärten

Kein Geheimnis, aber die Briten pflegen ein besonderes Verhältnis zu Gärten und davon kann man sich nur begeistern lassen. Man könnte durch ganz Südengland reisen und dabei immer nur von einem Garten zum nächsten pilgern. Herrenhäuser, Burgen, Parkanlange – man kommt gar nicht an deren Gärten vorbei. Im Hinblick auf Landschaftsarchitektur, Gartengestaltung und „Oh, wie schön“-Faktor spielen sie alle ganz weit vorn mit.

Garten Walden_web

Walmer Castle

Mein Lieblings-Gartenmoment war ein Sonntagvormittag im Bishop’s Palace Garden in Wells. In Ruhe durch die Anlage spazieren, die Blumen bewundern, immer wieder Blicke auf die Kathedrale nebenan erhaschen und die Glocken läuten hören. Entspannter kann’s nicht sein.

Garten Wells_web

Kleiner Wermutstropfen: Der Eintritt ist meistens nicht besonders günstig. Wer mehrere Gärten ansehen will, der sollte schon vor der Reise einen Pass beim National Trust kaufen. Damit kann man innerhalb eines bestimmten Zeitraums so viele Anlagen besuchen, wie man will.
Wenn man Glück hat, findet sogar ein Country Garden Festival statt. Da habe ich mich natürlich nicht zweimal bitten lassen.
country garden festival_web

Meerblick

Bei mir ist das fast ein Automatismus: Ich schaue aufs Meer und mein Hirn ruft „Juhu, Urlaub!“.

Fowey Cornwall

Fowey Cornwall

Wegweiser Deal

Meerblick hat man in Südengland zwangsläufig immer wieder. Ganz unterschiedliche Küstenarten ziehen den Blick in die Ferne. Mancherorts sind es imposante Klippen und Steilküsten.

Tintagle Cornwall

Tintagle Cornwall

An anderen Stellen geht es mit Kieselstränden und Buchten gemächlicher zu.

Boote in WhitstableDazu kommen putzige Strandhäuschen und laaange Küstenwanderwege.

Strandhäuser Whitstable

Strandhäuser Whitstable

Ach ja, und Möwen natürlich.
Möwen auf Strandhaus

Berühmte Sehenswürdigkeiten

Gibt es in Südengland auch. Wenn ich ehrlich bin, wollte ich mir diese hier eigentlich gar nicht anschauen (ist ja nicht so, als hätte man sie nicht schon x-mal irgendwo gesehen). Aber dann hat uns unsere Route direkt daran vorbeigeführt. Und irgendwie kann man ja auch nicht daran vorbeifahren und nicht hingehen, oder? Die Rede ist von Stonehenge.

Stonehenge
Was ich bisher nicht wusste: Es führt eine normale Landstraße recht nah daran vorbei. Da dort fast immer Stau ist, hat man alle Ruhe, sich den Steinkreis anzuschauen. Man kann aber natürlich auch näher ran. Spannender als die Steine sind fast die Menschenmassen, die sich darum versammeln.

Kuh mit Stonehenge_web

Im Vordergrund Kuh, im Hintergrund Stonehenge.

Vom 2 km entfernten Visitor-Center fährt übrigens auch ein Bus bis zu den Steinen. Man kann aber auch zu Fuß gehen. Dann trifft man eventuell auf diese vom Rummel völlig unbeeindruckte Kuh.

Mythen und Legenden

Fügt sich quasi nahtlos an den vorherigen Punkt an. Wenn man durch Südengland reist, begegnet einem auch folgende Persönlichkeit immer wieder:

Arthus Tintagle_web

König Arthus. Sein Geburtsort, sein Grab, sein zeitweiliger Wohnsitz … kann man alles besuchen. Theoretisch jedenfalls. Praktisch lässt sich kaum nachweisen, wo der Mythos anfängt und wo die Geschichtsschreibung aufhört. Manches könnte auch einfach ein cleverer, mittelalterlicher PR-Coup gewesen sein. Ist aber egal, es macht trotzdem Spaß, sich z.B. in Tintagel oder Glastonbury umzusehen.

Glastonbury Tor_web

Alte Steine

Man muss es mögen. Ich mag es sehr: alte Steine anschauen. Bei der bewegten Geschichte der Insel stolpert man eigentlich an jeder Ecke über Burgen, Ruinen, Klöster, Kathedralen, Forts und was weiß ich, die man sich alle anschauen kann.

Okehampton Castle_webCathedral_webPostamt Tintagle_webNach Herzenslust in der Geschichte herumstöbern geht ganz nebenbei. Auch hier lohnt sich es sich, vor der Reise einen Visitor Pass auf der Seite des English Heritage Verbandes zu kaufen. Dort sind nämlich die Eintrittspreise für z.B. Stonehenge oder Dover Castle schon enthalten.

Es ist so britisch

In Südengland jetzt nicht wirklich eine große Überraschung. Aber ich liebe diesen Mix aus ein bisschen Nostalgie, einer Prise Schrulligkeit und unerschütterlicher Höflichkeit. Wo sonst stehen die Menschen an der Bushaltestelle zur Rush Hour in einer gleichmäßigen Schlange an? Wo sonst wird jede banale Bestellung („Ich hätte gern Kaffee zum Frühstück“) mit Ausrufen wie „Lovely“ oder „Excellent“ kommentiert? Und ich vermisse Cream Tea mit Scones und Clotted Cream. Dafür das englische Frühstück eher weniger.

Taxi_web

Kricket_web

Ich war ganz kurz davor zu fragen, ob ich mitspielen darf. Leider war ich nicht weiß gekleidet.

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Telefonzelle_web

Geht es noch britischer? Ein alter Turm und eine Telefonzelle.

*Dr Who

Das lassen wahrscheinlich nicht viele als Argument gelten, aber trotzdem muss das jetzt sein. Obwohl ich mich anfangs dagegen gesträubt habe, hat sich bei mir innerhalb des letzten Jahres eine schleichende Begeisterung für die BBC-Fernsehserie Dr Who entwickelt. Logischerweise begegnet man ihr bzw. den Protagonisten in Großbritannien häufiger als bei uns und findet klassische Motive und Witze schon mal auf Grußkarten oder im Zeitschriftenständer wieder. Regelrecht entzückt war ich jedoch, als ich vor einem Antiquitätengeschäft in Portsmouth eine TARDIS stehen sah (es könnte sogar sein, dass ich ein kleines Begeisterungstänzchen aufgeführt und ein Selfie gemacht habe. Beides selbstverständlich nicht im Bild). Ob sie innen größer ist als außen, kann ich nicht sagen, sie ging leider nicht auf.

Tardis_web

Südengland-Bonus: Man kann mit dem eigenen Auto anreisen. Und das funktioniert sogar gut.

Gepäcktechnisch ein echtes Argument. Vor allem, wenn man länger unterwegs ist. Wir haben unsere Reise via Eurotunnel angetreten und die 5-Länder-in-5-Stunden-Nummer durchgezogen. So lange hat es nämlich auf der Hinreise gedauert, bis wir vom Ruhrgebiet aus in Dover ankamen (ohne Stau und in bestmöglicher Zeit auf den Autozug und ab die Post unter dem Ärmelkanal durch – die Rückfahrt lief leider nicht ganz so geschmeidig).
Spaßige Momente bei der Ankunft: Wie schnell darf man eigentlich fahren bei 40 miles per hour? Ein Spickzettel am Armaturenbrett hilft über die ersten Tage. Linksverkehr geht übrigens auch, man sollte bei einem nichtbritischen Wagen nur einen aktiven Beifahrer mitnehmen.

Falls ihr also selbst schon überlegt habt, dem südlichen Teil der britischen Inseln einen Besuch abzustatten, habt ihr jetzt noch ein paar Argumente mehr dafür. Und wenn ihr schon dort wart: Was heut euch nachdrücklich begeistert?
Wo uns unsere Reiseroute entlanggeführt hat und welches meine persönlichen Highlights waren, verrate ich euch in einem anderen Post.

Viele Grüße nun wieder aus dem Alltag
Anne

 

 

 

Den Haag Reisetipps – die Nachbarn besuchen

Vor einer Weile war ich recht spontan in Den Haag. Ich hatte noch ein paar Tage Urlaub, keinen wirklichen Plan und surfte ein bisschen durchs Internet. Weg wäre schon schön – aber ohne lange Anreise. Küste oder Benelux vielleicht …? Dann stieß ich auf ein schnuckeliges Hotel im „Sonderangebot“ und das war zufällig in Den Haag. Also dachte ich mir: „In Den Haag war ich noch nie, warum also nicht einfach mal hinfahren?“ Der Mann sah das ähnlich. Wir packten also kurzerhand die Tasche.
Wir stolperten völlig unvorbereitet und ohne großen Plan in die Stadt – und hatten drei sehr schöne Tage. Das kann man dort nämlich wirklich gut machen – sich einfach mal treiben lassen und die Stadt „zufällig“ entdecken.

Den Haag hat eine hohe Aufenthaltsqualität. Das klingt vielleicht ein bisschen technisch, wer aber schon dort war, weiß, was ich meine. Es gibt einige Sehenswürdigkeiten, die schafft man aber relativ zügig. Ansonsten empfiehlt sich ein entspannter Mix aus mal hier gucken und mal da, ein bisschen Schaufensterbummel, Atmosphäre genießen, Nordsee ansehen und am Strand spazieren und es insgesamt entspannt angehen lassen.

Falls es euch also ebenso spontan nach Den Haag verschlagen sollte, bekommt ihr hier meine total subjektiven, persönlichen Reisetipps.

Zunächst: Besser mit der Bahn anreisen. Parkplätze sind rar und/oder sehr teuer. Insgesamt ist Autofahren dort kein Vergnügen. Das Fahrrad ist natürlich Fortbewegungsmittel der Wahl. Alternativ kommt man gut mit Bus und Tram durch die Stadt.

Fahrrad Den Haag

Kultur

Wenn man so völlig unvorbereitet in die Stadt reist, lohnt es sich, die Erkundungstouren an der Stadtinformation zu beginnen. Architekturfans bekommen ihr erstes Highlight zu sehen, denn das befindet sich in einem Richard-Meier-Bau. Alle anderen freuen sich, weil man das große, weiße Gebäude nicht verfehlen kan.

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Alt neben neu. Und ja, das ist das große weiße Haus.

Dort erfährt man, dass man z.B. folgende Sehenswürdigkeiten nicht verpassen sollte:
den Binnenhof, den Friedenspalast (sieht man übrigens auch gut aus der Straßenbahn auf dem Weg zum Strand), das Mauritshuis (dort hängt Vermeers Bild „Das Mädchen mit den Perlenohrringen“).

Binnenhof mit Eismann

Binnenhof mit Eismann

In der Stadtinformation gibt es verschiedene Broschüren für „Stadtspaziergänge“ zu einem bestimmten Thema, z.B. Art Nouveau. Damit erkundet man nicht nur die Stadt, sondern entdeckt Dinge, an denen man sonst vermutlich vorbeigelaufen wäre. Wie dieser bezaubernde Eingang:
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Altstadt
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Verwinkelte Gässchen, immer neue Blickwinkel, eine prachtvolle Passage und viele, viele Läden. Im Herzen der Altstadt sind zwar hauptsächlich Filialisten zu finden, es lohnt sich aber, z.B. in den großen H&M Shop zu gehen. Nicht des Sortiments wegen, sondern weil das Gebäude einfach großartig ist. Wer bis in die oberste Etage fährt, hat besten Blick auf eine eindrucksvolle Kuppel.

Abends

Wenn der Hunger kommt, hat man reichlich Auswahl. Meine Lieblingslocation war defininitv der Plein. Ein von Bäumen gesäumter Platz direkt neben dem Binnenhof. Hier hat man die Qual der Wahl, was Restaurants und Bars angeht. Das Schöne: Man kann auch draußen sitzen, wenn es schon etwas kühler ist. Die meisten Restaurants haben Heizpilze, manche sogar kleine Gaskamine. Hier lässt es sich hervorragend sitzen und gucken. Das Publikum ist bunt gemischt. Besucher, Einheimische und viele, die in den Ministerien nebenan im Binnenhof arbeiten.
Als kleinen Verdauungsspaziergang kann man anschließend noch einmal quer durch die Altstad schlendern bis zur Nordeinde. Dort kommt man am „Arbeitspalast“ des niederländischen Köngis vorbei. In der Straße selber reiht sich eine Kunstgalerie an die nächste, alle stimmungsvoll beleuchtet. Und dann war da noch dieser Hutladen. Ich liebe Hutläden.
hutmacher

Scheveningen

Man kann natürlich nicht nach Den Haag fahren, ohne wenigstens einmal den Strand besucht zu haben. Von der Innenstadt kommt man ohne Probleme mit der Straßenbahn dorthin. Wenn man zufällig an einem Mittwoch oder Samstag Richtung Scheveningen fährt, sollte man am Leuchtturm Zwischenstation machen. Den kann jeweils um 14 Uhr besichtigen.
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Von oben hat man einen gigantischen Blick über Stadt und Strand. Auch bei mittelprächtigem Wetter.
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Richtig mondän geht es im Kurhaus zu. Zwar wird man selten in die Verlegenheit kommen, im High-Society-Hotel abzusteigen, was man aber prima machen kann: sich im hoteleigenen Restaurant Kaffee und Kuchen bestellen und mit Blick aufs Meer genießen. Fühlt sich gleich ein bisschen glamourös an.
Scheveningen hat außerdem noch ein Museum, das man eigentlich nur findet, wenn man es sucht. Ich habe mich ein bisschen verknallt, weil es so herrlich altmodisch ist. im „Muzee Scheveningen“ macht man eine kleine Zeitreise durch liebevoll nachgebaute alte Zimmern, Läden, Schiffe etc. Außerdem gibt es eine spannende Meeresabteilung mit einem Korallenriff, durch das man durchlaufen kann. Nicht nur für Kinder ein großer Spaß. Es lohnt sich, dort vorbeizuschauen.

Einkaufen

Im Urlaub bummle ich gern durch ungewöhnliche Läden. Und davon gibt es einige. Die Filialisten in der Altstadt lassen mich eher kalt, aber die Haager Passage sollte man unbedingt anschauen. Wer Ungewöhnliches von schrill bis schräg mag, wird z.B. in der Molenstraat fündig.
einkaufsstrasse
Ins Herz geschlossen habe ich auch den Museumsshop. Der Laden heißt tatsächlich so und man findet durchweg Dinge, von denen man nicht wusste, dass man sie braucht. Aber in schön und originell. Dort wird z.B. dem Ausmaltrend für Erwachsene echte Kunst entgegengesetzt. Man malt nicht irgendwas aus, nein, sondern einen Van Gogh. Oder so.
Der Lieblingsmann hat dort schöne Manschettenknöpfe gefunden und ich bin zwar nicht bei Van Gogh geblieben, habe mir aber Postkarten zum Ausmalen mitgenommen. Mit holländischen Fliesenmotiven. Ja, ich mag es seltsam.

Souvenirs

Souvenirs

Auf der malerischen Straße Lange Voorhout findet Donnerstag und Sonntag von 10-18 Uhr ein Kunst- und Antikmarkt statt. Alte Bücher, Kunst und Krempel, ein Stöberparadies. Ohne altes Buch konnte ich auch diesen Ort nicht verlassen.

Und sonst so?

Auch sonst gibt es noch ziemlich viel zu entdecken. Den Haag hat z.B. ein chinesisches Viertel, so ein richtiges China Town mit verziertem Tor und allem. Es gibt waschechte Grachten, an denen man langspazieren kann. Spannend ist auch die Haagsche Bluf, eine kleine Einkaufszone auf deren zentralem Platz man prima einen Kaffee trinken kann. Der moderne Komplex wurde erst kürzlich errichtet. Der Bluff: Man hat mal eben historische Fassaden vor die moderne Fassade geklebt. Sieht alt aus – ist es aber nicht.
bluff

Wer also in nächster Zeit einmal die Nachbarn besuchen sollte – ein Abstecher nach Den Haag lohnt immer.

Liebe Grüße

Anne

 

 

Urlaubsfotos auf Stein. Der etwas andere Fototransfer {DIY}

Wer von euch gehört zur Gruppe der anonymen Steinesammler? Die im Urlaub glückselig am Strand entlanglaufen und nach schön geformtem Strandgut Ausschau halten? Oder, noch besser, sich an der Küste einfach direkt in einen Steinhaufen setzen und für Stunden beschäftigt sind? Sehe ich da zaghafte Meldungen?
Es gibt aber auch je nach Küste ungeahnte Schätze zu entdecken! Hühnergötter, Seeglas, wunderschön gefärbte Muscheln, Donnerkeile, mit ganz viel Glück Bernstein oder einfach außergewöhnlich gezeichnete, vom Merr glattgeschliffene Kiesel. Für die Reisebegleitung kann dieser Sammeltrieb schon mal ein bisschen lästig sein. Von der Gewichtszunahme des Koffers durch … äh …. Steine reden wir mal gar nicht.
Vielleicht ist das ein Grund, warum Strandurlaub bei uns nicht so oft auf dem Plan steht :-)

Zu der merkwürdigen Strandbeschäftigung gesellt sich bei mir noch begeistertes Fotografieren. Und deswegen geisterte mir die Idee für dieses Projekt schon eine ganze Weile durchs Hirn: Könnte man nicht vielleicht beides miteinander verbinden? Und Urlaubsfotos auf gesammelte Steine übertragen? Die Kurzfassung: Ja, es geht!

Urlaubsfotos Transfer auf Stein

Allerdings muss ich vorab gestehen, dass ich bei zwei kleinen Punkten geschummelt habe: Die Bilder zeigen keine meiner Urlaubsfotos, sondern Zeitschriftenschnipsel (das funktioniert nämlich auch). Und die Steine stammen nicht vom Strand, sondern aus dem Garten. Meine Strandschätze waren mir für Experimente erst mal zu schade :-)

Kueste

Wie funktioniert das Ganze nun eigentlich?

Für den Transfer braucht man:
weiße Acrylfarbe
einen Pinsel
Foto Transfer Potch (alternativ Gel Medium. Wie das funktioniert, habe ich hier schon mal erklärt)
einen Stein mit einer möglichst glatten Oberfläche
das Lieblingsurlaubsfoto in passender Größe als spiegelverkehrten Laserausdruck (wichtig! Tintenstrahldrucker funktionieren hier nicht)
optional: Spülschwamm

Den Stein gut säubern und trochnen lassen. Anschließend die Seite, auf die das Foto kommen soll mit Acrylfarbe grundieren und wieder trocknen lassen. (Ich habe auch versucht, das Bild direkt auf den Stein zu übertragen, das hat leider nicht gut funktioniert.)
Fotoausdruck ungefähr zurechtschneiden. Grundierten Stein und die Bildseite des Fotodrucks großzügig mit Foto Potch einstreich. Das Foto mit der Bildseite auf den Stein legen und gleichmäßig festdrücken und anreiben. Da die Farbschicht des Ausdrucks direkt auf den Untergrund übertragen wird, spiegelt man das Foto in diesem Schritt. Wer die Originalausrichtung behalten will, muss deshalb das Foto beim Ausdrucken ebenfalls spiegeln.
Stein mit dem aufgeklebten Foto gut trocknen lassen.
Nun den Spülschwamm anfeuchten. Mit der weichen, nassen Seite in kreisenden Bewegungen über den Stein reiben, bis das Trägerpapier komplett abgerubbelt ist. Ich habe anschließend die kratzige Topfreiniger-Seite genommen, um die Kanten des Bildes und die am Rand hervorblitzende weiße Grundierung damit zu bearbeiten. Das sorgt für weiche Übergänge und verleiht dem Stein einen „used look“.
Strandhäuser2_kleinWer mag, lackiert das übertragene Bild anschließend noch mit Klarlack. Ich habe nur Teile des Bildes lackiert, um die Farben zu betonen. Hier die bunten Häuschen, beim anderen Stein das grün-blaue Meer. Bei schrägem Lichteinfall sieht es aus, als wäre der Stein an dieser Stelle nass.

Und was macht man jetzt mit dem fertigen Stein?
Man nutzt ihn als Briefbeschwerer, stellt ihn in einen Setzkasten, gestaltet damit einen Objektrahmen als Urlaubserinnerung – oder man packt ihn einfach zu all den anderen gesammelten Steinen …

Steine im Setzkasten_klein

Ich werde den nächsten Stein übrigens mit einem Schwarz-Weiß-Motiv versehen. Dann geht der direkt als Kunst durch …

Heimatkunde: Trier

Ich schaue mir gern Städte an. Der Lieblingsmann auch, was die Urlaubs- und Ausflugsplanung definitiv leichter macht. Trotzdem sind unsere Herangehensweisen ziemlich unterschiedlich. Ich laufe gern ein bisschen planlos durch die Gegend, schaue, was mich hinter der nächsten Ecke erwartet und bin begeistert, wenn ich lustige, überraschende oder einfach nur schöne Dinge entdecke. Außerdem muss ich mich gelegentlich irgendwo hinsetzen, um einfach mal die Stimmung auf mich wirken zu lassen. Und ich will irgendwann in Ruhe einen Kaffee trinken. Er interessiert sich sehr für Geschichte und Architektur und hat von beidem viel Ahnung. Dazu kommt ein gewisser Jagdtrieb, möglichst alles Sehenswerte auch gesehen zu haben. Für die Themen Kunst und Geschichte kann ich mich durchaus erwärmen. Der Jadgtrieb fehlt mir allerdings völlig. Ich kann auch nach Pisa fahren, ohne den Schiefen Turm anzuschauen …
Aus dieser gemischten Interessenlage entstehen immer sehr spannende Städtetrips. Man sieht viel und hat Zeit für entspannte Pausen und stolpert über lustige oder bemerkenswerte Dinge.
Die beiden letzten Tage haben wir für genau so einen Ausflug genutzt. Nein, es war nicht Pisa, das Gute kann deutlich näher liegen: Trier stand auf unserem Zettel. Quasi ein bisschen Heimatkunde.
Falls ihr wie ich noch nie dagewesen seid: Es lohnt sich. Laaaange Stadtgeschichte, Mosel-Idylle ringsum und man kann auch ein bisschen planlos durch die Gegen laufen.

Dafür bitte solides Schuhwerk einpacken. Man kann zwar den Sightseeing-Bus nehmen, Besichtigungen sind aber auch fußläufig möglich. Darauf wird man immer wieder eindrücklich hingewiesen:
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Bei schönem Wetter empfiehlt sich ein Spaziergang an der Mosel. Nebenbei sieht man lustige Lastkräne und hat direkt die erste Sehenswürdigkeit passiert. Alle anderen könnt ihr googeln :-)
Lastkrahn_klein

Nachdem ich schon einige Jahre im Ruhrgebiet lebe, zieht es mich natürlich auch hier direkt unter Tage. Möglich ist das in den alten Kaiserthermen. Ruinen kann man auch oben besichtigen. Ich bin erst mal nach unten gegangen. Für Stimmung sorgte eine belgische Schulklasse, die mit sphärischer Händy-Beschallung durch die Gänge flanierte.Therme unterirdisch_klein

Apropos oben und unten. Beides geht auch im Amphitheater. Entweder man setzt sich auf die früheren Ränge und schaut in die Runde oder man begeistert sich im Detail für Sukkulenten oder man geht in den Keller und sieht den Staubkörnern dabei zu, wie sie im Licht tanzen. Alles wärmstens zu empfehlen:
Amphiteater_collage_klein

Nicht ganz so römisch, dafür am Straßenrand gefunden:
Graffiti_klein

Natürlich kann man nicht nach Trier, ohne sich die Porta Nigra anzuschauen. Hochsteigen lohnt sich übrigens. Am besten direkt morgens, dann ist dort noch nicht viel los. Nicht nur, dass das Tor innen spannende Ansichten bietet:
Porta nigra innen_klein
Man hat die beste Sicht auf Stadt und Dom:
Ausblick_klein

Ich kann nicht an Büchern vorbei gehen. Nur mal schnell gucken:
Antiquariat_klein

Ans Herz gewachsen ist mir dieser Platz. Dort kann man abends wunderbar sitzen, der Dom liegt direkt gegenüber. Die Auswahl offener Weine sorgt dafür, dass man ausgesprochen gern und lange dort sitzt:
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Für etwas substanzielleren Input sorgt das Rheinische Landesmuseum. Auch wenn die Figuren über dem Eingang nicht so begeistert aussehen, mir hats gefallen:
Guckst du Landesmuseum_klein

Trier ist wirklich einen Besuch wert. Römische Geschichte, Moselweine, malerische Altstadt. Wenn man sich viel anschauen möchte und trotzdem gelegentlich entspannt irgendwo sitzen will, sind zwei Tage genau richtig.

 

Kleiner Spaziergang durch Málaga

Lust auf einen kleinen Spaziergang? Durch die andalusische Stadt Málaga? Dann bitte hier entlang.

Vor einer reichlichen Woche verschlug es uns gefühlt spontan dorthin. Anfang des Jahres hatten wir, einer Einladung folgend, Flug und Unterkunft für ein verlängertes Wochenende eingetütet und die Sache in der mentalen Schublade „Ist ja noch lange hin“ geparkt. Anfang besagter letzten Woche fiel uns dann auf, dass „lange hin“ direkt vor der Tür stand. Und wie das immer so ist, passte es zeitlich eigentlich gar nicht. Keine Zeit zu packen, eigentlich total im Stress, dazu noch Bahnstreik und überhaupt. War aber ja alles schon geplant, also haben wir uns quasi Hals über Kopf auf den Weg gemacht. Und – wie das auch oft ist – unerwartet ein richtig schönes Wochenende in Málaga gehabt.
Und weil gerade so schönes Wetter ist ich die Verwandtschaft nicht mit Diavorträgen quälen will und die Stadt wirklich toll ist, nehme ich euch einfach mit auf einen kleinen Spaziergang.

Wenn man ankommt, wird einem erst mal der rote Teppich ausgerollt:
roter Teppich_klein
Ich war sofort schwer beeindruckt. Das legte sich wieder, als ich bemerkt habe, dass zeitgleich ein Kinofestival stattfand und der rote Teppich den Weg zur Filmvorführung wies. Der liegt nicht immer dort. Schade. Aber ein bisschen glamourös hat man sich doch gefühlt.

Collage Malaga2_klein
Die Stadt bietet alles, was man sich so unter einer mediterranen, spanischen Stadt vorstellt: prachtvolle Einkaufsstraßen, mit Palmen, kleine Lädchen, verwinkelte Altstadtgässchen mit Cafés und Tapas-Bars. Und das Eis, also das, woran sowieso alle zuerst gedacht haben, das sollte man wirklich mal probieren. Lecker!

Collage Malaga3_klein
Ein echtes Highlight im doppelten Sinne war das Hotel. Das haben wir nämlich trotz Navi zunächst nicht finden können. Heißt halt nicht umsonst Landhotel … hinter den sieben Bergen. Aber wenn man dann dort ist, wird man für die beschwerliche Anreise entschädigt (ich empfehle einen robusten Mietwagen und Spanischkenntnisse, um sich bei der Dorfbevölkerung durchzufragen – oder eine vorherige Routenplanung über GoogleMaps. Wer all das vernachlässigt wie wir, braucht … länger). Das Hotel ist jedenfalls toll für Feierlichkeiten (die auch unser Reiseanlass waren) oder wenn man an einem ruhigen und romantischen Ort ausspannen will. Und die Gartenanlagen sind wunderschön (natürlich habe ich die nicht fotografiert, ich war noch so desorientiert von der Anreise).

Für Freunde der Kunst und Kulturinteressierte hat Málaga selbst übrigens auch viel zu bieten. Picasso wurde hier geboren, es gibt ein spannendes Museum, das die Bandbreite seiner Werke zeigt. Durch die maurischen Einflüsse, kann man auch baugeschichtlich viel Spannendes entdecken (auch wenn das vermutlich nicht jeden vor Begeisterung in Ohnmacht fallen lässt). Dafür gibt es ein paar richtig schöne Gärten, in denen Ende April die Mandarinenbäumchen voller Früchte hingen und Orangenblüten ihren betörenden Duft verströmten.
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Wer in Málaga seine Kondition testen will, sollte unbedingt die Festung Alcazaba erklimmen. Das ist kein Spaziergang. Mir ist ein Rätsel, wie man das in den Sommermonaten schaffen soll, ohne unterwegs Isogetränke gereicht zu bekommen. Allerdings habe ich oben mit hänger Zunge festgestellt, dass auf der anderen Seite des Berges ein Bus zu fahren scheint. Das hat mir den Triumph der Gipfelerstürmung dann doch ein bisschen verleidet …
Der Aufsteig war jedenfalls heftig, aber der Ausblick!
Collage Malaga4_klein
Man kann direkt in die Stierkampf-Arena blicken (wäre vielleicht mit Fernglas eine Möglichkeit, das Ticket zu sparen …) und hat auch sonst einen grandiosen Rundumblick. Wenn es nicht diesig ist, ist es vermutlich noch schöner. Und dann kann man sicher auch das Hotel in den Bergen sehen …

Wer also überlegt, wohin sich ein Kurztrip lohnen würde, dem kann ich Málaga tatsächlich sehr empfehlen. Aber fahrt im Frühjahr, dann blüht alles und die Temperaturen sind angenehm. Und erwähnte ich schon, dass die Stadt einen eigenen Strand hat?

Nach meinem kleinen Spaziergang stürze ich mich jetzt erst mal wieder in den Alltag. Vielleicht träume ich aber auch noch ein bisschen vom Süden.

Rügen Top 9

Die 40-minütige Diashow gibt es also nicht (höre ich da ein enttäuschtes „Schade“?). Allerdings waren die Rügen-Tage so schön, dass ich ein paar Highlights nicht für mich behalten kann. Und wer eine Urlaubsreise dorthin plant (und das sollte man unbedingt mal machen), bekommt hier die ultimativen Top 9 in Wort und/oder Bild.

1. Immer an der Wand lang
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Im Jagdschloss Granitz in den Turm schauen und die Wendeltreppe bewundern. Wer schwindelfrei ist, kann auch bis nach oben gehen. Wer weniger starke Nerven hat, läuft durchs Schloss und trifft dafür ihn:
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2. Dampflock reloaded
Nostalgische Bahnfahrt mit der Dampflock. Auch ein Touri-Muss. Mit dem Rasenden Roland lässt es sich wie früher gemächlich durch die Gegend reisen. Die Fahrkarten werden mit der Lochzange stilecht entwertet und man hat unterwegs alle Zeit der Welt, schaut den Dampfschwaden der Lock zu und hört sie pfeifen. Rusty in echt sozusagen (wir erinnern uns an den Starlight Express …).
Roland1_klein

3. Seebrücke bestaunen
Am besten legt man auf der Bahnfart mit dem Rasenden Roland einen Zwischenstopp in Sellin ein, spaziert Richtung Strand und genießt dann diesen Postkartenausblick.
Seebrücke Sellin_klein

4. Einmal Sommerfrische bitte
Zum echten Sommerfrische-Erlebnis gehört natürlich auch das abendliche Flanieren auf der Binzer Strandpromenade. Beim Restaurantangebot – darunter echte Perlen – ist allerdings Entscheidungsfreude angesagt.
Strandpromenade Binz_klein

5. Jetzt aber ein Leuchtturm
Leuchtturm muss natürlich auch sein. Dafür geht es in den Rügener Norden zum Kap Arkona. Auf dem Weg zum Leuchtturm kommt man durch das Örtchen Putgarten. Unbedingt eine Pause im Helene-Weigel-Haus einplanen (das geht natürlich auch auf dem Rückweg). Dort ist ein unglaublich charmantes Café zu finden, bei schönem Wetter lockt der Garten. Ich bin immer noch ganz hin und weg.
Arkona Leuchtturm_klein

6. Schönste Buchhandlung der Insel besuchen
Im Städtchen Gingst gibt es nicht nur einen Museums-Hof und einen schönen Marktplatz mit spannenden kleinen Lädchen, sondern auch die schönste Buchhandlung der Insel. Die Inhaberin plaudert gern aus dem Nähkästchen und mit etwas Glück bekommt man sogar einen Sanddornlikör angeboten. Katzenfreunde werden sowieso auf ihre Kosten kommen und Buch geht ja immer. Zwei Läden weiter kann man leckere inseltypische Spezialitäten erstehen.

7. Die weiße Stadt
Ein Besuch in der weißen Stadt lohnt sich ebenso (nein, nicht die, an die Herr-der-Ringe-Fans jetzt denken). Putbus ist ebenfalls eine weiße Stadt. Herrliche Rosen, schöner Park und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, durch eine große Theaterkulisse zu spazieren.
Putgarten_klein

Jetzt neu: Schloss to go

Jetzt neu: Schloss to go

8. Ich will Meer
Der endlose Sandstrand an der Schaabe. Hier lässt es sich herrlich am Wasser entlangspazieren. Allerdings sollte man auf vereinzelte FKK-Anhänger gefasst sein und aufpassen, dass man nicht blind wird :-)
Strand Schaabe_klein

9. Stralsund
Stralsund – Insider erkennt man an der Betonung der ersten Silbe. Wer zur Insel will, fährt hier durch. Aber es lohnt sich definitiv, hier mindestens einen Tag zu verbringen. Wunderschöne Stadt, beeindruckende Kirchen und vieles, was entdeckt werden will. Im Hafen liegt die Gorch Fock, das Ozeaneum lockt und die Altstadt lädt zum Schlendern ein.

Hafen Stralsund_klein

Hier sehen Sie die Gorch Fock – nicht.

Hach, schön wars. Und bestimmt nicht der letzte Besuch.
Aber jetzt hat mich erst mal der Alltag wieder und der hat zwar weniger Meer zu bieten, aber duchaus auch seine Highlights. Man muss nur genauer hinschauen …